Tödliche Schüsse in Neu-Ulm - Prozessauftakt am Montag

Rund zehn Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen 31-Jährigen in Neu-Ulm stehen drei Männer von Montag an wegen gemeinschaftlichen Mordes vor dem Landgericht Memmingen.

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Die Staatsanwaltschaft macht die 22 bis 27 Jahre alten Männer, die einer Rockergruppierung angehören, für den Tod eines Mannes aus dem Alb-Donau-Kreis verantwortlich.

Der Mitarbeiter einer Security-Firma und sein Begleiter waren im Dezember auf offener Straße niedergeschossen worden, der 31-Jährige starb kurz darauf. „Geschossen hat nur einer, aber die Tat soll verabredet gewesen sein“, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Der Prozess ist auf zwölf Tage angesetzt. Etwa 100 Zeugen sollen gehört
werden.

Laut Anklageschrift sollen sich die drei Beschuldigten am Abend des 16. Dezember 2012 mit drei Männern zu einer Aussprache in einem Neu-Ulmer Gewerbegebiet getroffen haben. Einer der Kontrahenten, der Betreiber eines Erotik-Parks, soll das Treffen veranlasst haben. Er machte die Mitglieder der Rockergruppierung für eine Bombendrohung in seinem Betrieb und für mehrere Buttersäureanschläge in einer Ulmer Diskothek verantwortlich.

Nach einem Wortgefecht sollen mehrere Schüsse auf die 31 und 41 Jahre alten Begleiter des Erotik-Park-Betreibers abgefeuert worden sein. Der Jüngere wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenig später starb. Der 41-Jährige erlitt einen Lungendurchschuss, er überlebte aber. Die Täter flüchteten zunächst. Der Ältere konnte noch in der Tatnacht festgenommen werden. Die beiden damals 21-Jährigen wurden nach fünf Tagen in Rheinland-Pfalz
gefasst.
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