Themen, die Ulm und Umgebung 2013 bewegten - Ihre Meinung war gefragt

Der Biber, Spielhallen, die neue Fernbushaltestelle in Ulm, das Auf und Ab der Sportmannschaften Ratiopharm Ulm und SSV 1846... Auch im Jahr 2013 haben uns viele Themen in Ulm und Umgebung bewegt. In Online-Umfragen haben Sie Ihre Meinung abgegeben. Wir haben die wichtigsten Themen und Meinungen des Jahres hier zusammengefasst.

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Gute Vorsätze für's neue Jahr
Bereits Ende des Jahres 2012 haben wir Sie gefragt, ob Sie gute Vorsätze für das Jahr 2013 gefasst haben und diese dann auch umsetzen. Das Ergebnis: 77,5 % unserer User finden, das ist alles Humbug und stellen ganz frech in den Raum: "Ich nehme mir nichts vor, dann muss ich auch nichts umsetzen." 12,8 % fassen zumindest gute Vorsätze - um sie dann doch nicht umzusetzen. Nur 9,7 % nehmen sich nicht nur bestimmte Dinge vor, sondern setzen diese dann auch um.

Rola El-Halabis großes Comeback
Anfang Januar fand Rola El-Halabis großes Comeback in der Ratiopharm-Arena statt. Sie kämpfte gegen Weltmeisterin Lucia Morelli um drei WM-Gürtel. Wir haben vor dem Kampf gefragt: Werden Sie sich den Boxwettkampf ansehen? 65,4% unserer Online-Leser interessierten sich offenbar nicht für den Kampf, 24,9 % wollten zwar selbst nicht vor Ort sein, sich jedoch den Liveticker auf swp.de ansehen, 3,4 % wollten spontan entscheiden. Nur 6,3 % hatten bereits eine Woche vor dem Kampf eine Karte. Rund 5000 Zuschauer sahen schließlich live in der Ratiopharm-Arena, als Rola El-Halabi den WM-Kampf gegen Lucia Morelli verlor.

Abriss der Magirus-Villa
Das Wohnhaus des Ulmer Unternehmers und Erfinders Conrad Dietrich Magirus auf dem Galgenberg sollte einem modernen Apartmenthaus weichen. Mitte Januar haben wir Sie gefragt, ob Sie die Abriss-Pläne richtig finden. Definitiv gegen einen Abriss waren 68,7%. Jedoch 31,3 % der abgegebenen Stimmen fanden den Abriss richtig und unumgänglich. Und tatsächlich: an den Tagen nach Ostern war das Gebäude aus dem Stadtbild verschwunden.

Der Citybahnhof in Ulm
Immer wieder kommen Diskussionen zu Stuttgart 21 auf. Anfang Februar haben wir Sie gefragt, was wohl mit dem Ulmer Citybahnhof passiert, wenn das große Bahnprojekt doch noch abgeblasen würde. Dass der Citybahnhof trotzdem gebaut werden sollte, fanden 56,1 %. Keinen neuen Citybahnhof wollten 30,8 %; sie meinten, für S21 wurde schon zu viel Geld rausgeschmissen, das sei für Ulm nicht auch noch notwendig. 13,1 % wollten sich mit dieser Frage nicht beschäftigen, ihnen war die Problematik egal. Die Fertigstellung des kompletten neuen Bahnhofareals wird auf frühestens 2021 angesetzt. Kalkulierte Kosten für Tiefgarage, neuen Bahnhofsplatz, Bahnhofsgebäude und Fußgängerpassage zur Schillerstraße: an die 150 Millionen Euro.

Schwörmontag und die 23-Uhr-Regelung
Anfang Februar hatte der Chef der Bürgerdienste, Roland Häußler, ein überarbeitetes Sicherheitskonzept für den Schwörmontag in Aussicht gestellt. In diesem war unter anderem vorgesehen, dass die Veranstaltungen in der Innenstadt bereits um 23 Uhr enden. Bei unserer Online-Umfrage fanden 54,3 % der Teilnehmer, dass dies eine schlechte Entscheidung wäre. 33,6 % fanden den Lösungsansatz gut und immerhin 12,1 % interessierten sich nicht einmal für die Diskussion. Tatsächlich endete die Außen-Bewirtung anlässlich des größten Ulmer Feiertags schon um 23 Uhr. Ausgelassen gefeiert wurde dennoch. Auf dem Münsterplatz zu arg: Am Eingang des abgesperrten Festivalgeländes und vor der Bühne kommt es zu Gedränge und Tumulten, die in den Wochen danach für Debatten um das Sicherheitskonzept und das Konzept für den Münsterplatz überhaupt sorgen. 
Nach dem Schwörmontag hatten wir Sie gefragt, wie Sie den Ulmer Feiertag erlebt haben. 30,8 % empfanden den Schwörmontag als entspannt, 27,2 % jedoch waren schockiert und hatten das Gedränge am Münsterplatz teilweise selbst miterlebt. Die restlichen 42 % sind erst gar nicht unterwegs gewesen.

Neues Mülltonnenkonzept für Ulm
Ende Februar 2013 kündigten die Entsorgungsbetriebe Ulm (Ebu) an, das Ulmer Müllsystem umzustellen: Weg mit den 35-Liter-Tonnen, her mit größeren Tonnen mit Rollen. Bei unserer Umfrage auf swp.de wollten 54,9 % der abgegebenen Stimmen gerne die 35-Liter-Tonne behalten. 10,3 % meinten, sie hätten kein Problem damit, auf eine größere Tonne umzusteigen und sie mit den Nachbarn zu teilen, weitere 5,3 % hatten ebenfalls nichts gegen neue Tonnen, wussten nur nicht, wie sie diese unterbringen sollten. 6,4 % fühlten sich von den Ebu schlecht informiert. 23,1 % war die Mülltonnengröße egal, solange die Müllgebühren nicht steigen. Jetzt sind fast 43.000 neue Restmülltonnen ausgeliefert, im Januar 2014 wird das Müllsystem umgestellt.

Spielhallen in Ulm
Die Zahl der Spielhallen in Ulm ist von 16 im Jahr 2006 auf 44 im Jahr 2011 gestiegen. Die Stadt will die Entwicklung mit einem neuen Konzept stoppen. Wir haben Sie gefragt, was Sie von der Entwicklung der vergangenen Jahre halten. Ganze 67 % waren dagegen. Immerhin 20,2 % machten sich Gedanken darüber, wo so viele Leute herkommen, die in die Spielhallen gehen. 5,6 % war die Frage komplett egal, 3,9 % sahen die Schuld bei den Immobilienbesitzern, die an Spielhallenbetreiber vermieten. 3,3 % fanden Spielhallen noch besser als leer stehende Gebäude. Im Oktober untersagte der Bauausschuss der Stadt den Ausbau von Spielhallen und Wettbüros im Umfeld des Kornhausplatzes.

Der Ulmer Problembiber
Gesperrte Fußwege, untergrabene Baumwurzeln, verkleinerte Spielplätze: Die Biber in der Friedrichsau kosten die Stadt Geld und Zeit. Wege, Böschungen und Bäume muss sie "biberfest"  machen. 45.000 Euro stehen dafür zur Verfügung, doch das Geld wird nicht reichen, heißt es bei der Stadt. Was tun mit dem Biber in Ulm? Diese Frage haben wir Ihnen im März 2013 gestellt. 47 % hatten kein Verständnis dafür, dass Spielplätze verkleinert werden müssen und 150 Jahre alte Bäume gefällt werden. Weitere 14,9 % fanden, dass die Stadt Ulm erneut einen Antrag auf Umsiedlung stellen muss. Hingegen 26 % fanden es schön, dass sich Biber in der Friedrichsau heimisch fühlten, weitere 12,1 % befanden, die Stadt müsse eben woanders sparen. In einer Expertenrunde im September kamen ungewöhnliche Vorschläge zur Biberproblematik zur Sprache.

Preiserhöhung bei Car2go
Car2go erhöhte im April die Preise, weil diese bundesweit auf demselben Niveau sein sollen. Der Tarif für die Parkminute stieg von 9 auf 19 Cent. Die Registrierung verteuerte sich von 9,90 auf 19 Euro, der Pauschalpreis für die Stunde von 12,90 auf 14,90 Euro. Insgesamt 53,9 % der swp.de-Nutzer fanden diese Preissteigerung nicht gerechtfertigt. Immerhin 16,9 % konnten die Preissteigerung verstehen, 29,2 % fuhren sowieso lieber mit dem eigenen Auto. Im Januar 2014 steht erneut eine Preierhöhung an.

Denkmalschutz für den Wasserturm im Wiley
Im April 2013 kam die Idee auf, den Wasserturm im Wiley wegen einer Erweiterung der Hochschule Neu-Ulm abzureißen. Stadtrat Ulrich Seitz forderte deshalb Denkmalschutz für das Wahrzeichen. Ganze 40 % unserer Leser unterstützten dieses Vorhaben. 13,2 % fanden diese Forderung unnütz, 26 % konnten mit dem Gedanken, den Turm abzureißen, gut leben und 20,8 % interessierten sich überhaupt nicht für den Turm. Im Mai beschloss der Stadtentwicklungsausschuss übrigens, den Wasserturm nicht unter Denkmalschutz zu stellen. Stehen bleiben durfte er trotzdem.

Außenausschank für Ulmer Wirte
Ebenfalls im April 2013 forderten die Grünen im Ulmer Gemeinderat, dass Ulmer Wirte bis 24 Uhr draußen ausschenken dürfen - also eine Stunde länger als bis dato. In unserer Online-Umfrage sprachen sich 38,6 % für diese Idee aus, weitere 5,1 % fanden sogar, dass der Ausschank noch länger erlaubt sein sollte. 23,9 % lehnten den Vorschlag komplett ab. 21,8 % wägten ab, wo sich die Lokale befinden - wenn viele Wohnhäuser in der Nähe sind, sollte wie bisher um 23 Uhr Schluss sein. 10,6 % waren für einen Kompromiss: Die Regelung sollte nur vor Sonn- und Feiertagen gelten, da dann niemand früh aufstehen müsse. Am Schwörmontag jedenfalls gab es geteilte Meinungen zur 23-Uhr-Sperrstunde.

Schwör-Konzert mit Tim Bendzko, Christina Stürmer und Glasperlenspiel
Nach langem Warten wurde es im Mai offiziell: Tim Bendzko, Christina Stürmer und Glasperlenspiel traten beim traditionellen Schwör-Konzert am 21. Juli auf dem Ulmer Münsterplatz auf. Von unseren Usern sagten jedoch nur 5,1 %, dass sie auf jeden Fall hingehen wollten, 8,5 % waren sich noch nicht ganz sicher. Satte 86,4 % interessierten sich für keinen dieser Acts. Insgesamt waren schließlich 6000 Zuhörer bei dem Konzert auf dem Münsterplatz.

Basketball-Playoffs 2013
Per Günther hatte sich verletzt und fiel aus, die EWE Baskets Oldenburg spielten eine starke Saison. Ende Mai haben wir Sie gefragt, ob die Basketballer von Ratiopharm Ulm es trotzdem ins Finale der Playoffs schaffen werden. 36,6 % hielten es für ziemlich schwierig, ohne Per Günther weiterzukommen und glaubten, die Ulmer würden im Halbfinale ausscheiden. 43,7 % hielten das Finale auf jeden Fall für realistisch, 19,7 % glaubten sogar, dass die Ulmer den Meistertitel holen würden. Die Mannschaft um Trainer Leibenath verlor schließlich das fünfte und entscheidende Halbfinalspiel der Playoffs, auch der zwischenzeitlich wieder fitte Per Günther konnt die Niederlage nicht mehr verhindern.

Blumenkübel-Gebühr für Neu-Ulmer Händler
Händler in Neu-Ulm verschönern die Innenstadt mit Blumenkübeln vor ihren Geschäften und sollten dafür bezahlen. Das verursachte Anfang Juni Verdruss. In unserer Online-Umfrage fanden nur 9 %, dass die Aufregung der Händler wegen 80 Euro im Jahr übertrieben sei, 78,7 % fanden die Gebühr ungerechtfertigt. 12,3 % waren die Blumenkübel noch nicht einmal aufgefallen. Im Juli schließlich wurde die Überarbeitung der Gebührensatzung beschlossen, das Ganze sei ein Missverständnis gewesen.

Fernbushaltestelle in Ulm
Seit 1. Januar 2013 boten neue Fernbusunternehmen Städteverbindungen an. In Ulm gab es nicht gleich eine Haltestelle für die neuen Anbieter. Im Juni haben wir deshalb gefragt, ob Sie finden, die Stadt sollte für Fernbusse, die innerhalb Deutschlands fahren, einen Halteplatz schaffen. 66,1 % waren sofort für die Einrichtung einer solchen Haltestelle, weitere 14,4 % fanden, dass es wohl kein Problem darstellen dürfte, am Bahnhof eine zusätzliche Haltemöglichkeit für Fernbusse einzurichten. 12,8 % rechneten sich Chancen für Neu-Ulm aus, falls Ulm kneifen sollte und nur 6,7 % gaben an, sowieso lieber mit Auto oder Bahn zu fahren. Am 19. Dezember hat das Busunternehmen "Mein Fernbus" die ersten Passagiere an der Fernbushaltestelle in der Eberhard-Finckh-Straße in Böflingen mitgenommen.
Im Dezember hatten wir Sie gefragt, was sie vom Standort der neuen Haltestelle halten. 33,2 % fanden den Standort gut, ganze 50 % empfanden ihn als schlecht, weil er zu weit vom Zentrum entfernt sei. 16,8 % war der Standort komplett egal.

Verein Stadtempfinden
Als Alternative zum Leise-Verein wurde im Juni 2013 der Verein "Stadtempfinden" gegründet. Die Gründer betonten, dass der Verein Toleranz fordert und mit "Andersdenkenden" das Gespräch sucht, um Kompromisse für alle zu finden. Wir hatten Sie gefragt, ob Ulm diesen Verein wirklich braucht. Die Meinungen gingen ziemlich auseinander: 41,5 % sagten deutlich Ja zu dem Verein, von 45,6 % kam ein eindeutiges Nein. 12,9 % war die Diskussion egal.

Der SSV Ulm
Der SSV Ulm 1846 Fußball hatte das "Projekt Aufstieg 2014" in die dritte Liga gestartet. Mitte September aber stand die Mannschaft tief im Keller der Regionalliga-Tabelle: auf Platz 15. Damals fragten wir Sie: Was wird aus den Spatzen? Lediglich 2 % der Befragten glaubten noch immer, dass die Spatzen aufsteigen würden. 55,6 % hofften auf einen Platz im soliden Mittelfeld, 42,4 % befürchteten jedoch einen Abstieg. Auch jetzt in der Winterpause befinden sich die Spatzen übrigens auf Platz 15 der Tabelle.
Einen weiteren Aufreger um den SSV gab es im Oktober: Paul Sauter entließ sich selbst als Trainer. 20,5 % der swp.de-Leser glaubten, der Neustart würde der Mannschaft gut tun. 10,7 % hielten Sauters Entscheidung für eine Kurzschlussreaktion, 19,5 % hofften, dass er nicht auch noch als Präsident das Handtuch werfen würde. Jedoch 49,3 % glaubten, der SSV brauche dringend einen neuen Trainer, der das Team motiviert und voranbringt.

Kritik am Kommandanten der Feuerwehr Neu-Ulm
Ende September hatte sich die Feuerwehr in Neu-Ulm zur Kommandantenwahl versammelt. Kommandant Rainer Daumann stellte sich dafür erneut zur Verfügung - und unterlag in allen drei Wahlgängen. Trotzdem kündigte die Stadt an, dass Daumann bis 31. Januar 2014 im Amt bleibe. Wir wollten wissen, ob Sie die Feuerwehr in Neu-Ulm noch für einsatzbereit hielten. 34,6 % waren sich sicher, dass die Streitereien keinen Einfluss auf die Arbeit im Einsatz haben. Hingegen 55,7 % sagten, wenn die Feuerwehrleute in drei Wahlgängen ihrem Kommandanten das Vertrauen entziehen, habe das auch Auswirkungen im Einsatz. Und 9,7 % hatten keine Meinung zu dem Thema.

Verkaufsoffener Sonntag in Ulm
Kirchen und Gewerkschaften lehnen verkaufsoffene Sonntag ab, Händler und viele Kunden begrüßen sie. In unserer Online-Umfrage gaben 12,1 % unserer User an, dass solche Sonntage durchaus begrüßenswert seien, weitere 16,9 % verstanden die Aufregung um das Thema nicht. 71 % jedoch waren auf der Seite von Kirchen und Gewerkschaften.

Blitzmarathon in Ulm und Umgebung
Mehr als 40 Radarfallen sind Anfang Oktober in Ulm und in den Landkreisen Alb-Donau und Neu-Ulm aufgebaut worden. 24 Stunden lang blitzte die Polizei im Akkord, weil sie auf die hohe Zahl an Verkehrstoten wegen zu schnellen Fahrens aufmerksam machen will. In unserer Umfrage fanden 56,8 % der Befragten die Aktion gut, jedoch 41,8 % davon glaubten nicht an eine dauerhafte Wirkung durch die Aktion. 35 % hielten das Ganze für reine Abzocke. Nur 8,2 % gaben an, ihnen sei der Blitzmarathon egal.

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