Theater in der Westentasche verkürzt die Zeit in Idomeni

Warten, warten, warten. Das ist für tausende Flüchtlinge die Situation mit ungewissem Ausgang im Lager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze. Die Zeit wird auch dank Hilfe aus Ulm vor allem für die vielen Kinder derzeit wenigstens etwas kürzer. So gastiert das Theater in der Westentasche mit Thomas Dentler und Nancy Calero im Flüchtlingslager.

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Als Clowns sorgen sie für Ablenkung und Aufmunterung. Das wird gefördert über ein Erasmus-Projekt der Europäischen Union zum Thema Flüchtlinge. „Der Gedanke war, zu den Flüchtlingen zu gehen“, wie Theaterleiter Dentler aus Griechenland mitteilt. Gesagt, getan: „Clownskostüme und eine Notiz in Facebook – und schon war die Clownstruppe vollständig.“

Aus aller Welt kamen demnach die Unterstützer um Dentler und Calero, Wegbegleiter sind Chenchy Garcia Mateos aus Spanien, Andrea D’Aversa aus Italien und Daniel Macmillen Voskoboynik aus Argentinien. „Die Kinder vor Ort sind voller Freude, und die Eltern dankten es den Künstlern. Dieser Dank war mit der Bitte verbunden, die Menschen nicht allein zu lassen.“

Dabei schildert Dentler die Situation als durchaus paradox: „Viele Kinderhände, die die Clowns fest ergriffen mit den Worten: Geht nicht weg! Und gleichzeitig Gewalt, Hungerstreik und gekappte Buslinien zu den Camps lassen Hoffnungslosigkeit in einem aufkommen.“ Die griechische Regierung will das provisorische Lager zum Wochenende räumen.

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