Teure Autos bei Angelausflug ausgebrannt

Mit 200.000 Euro Schaden ist für zwei Brüder ein Angelausflug bei Kellmünz zu Ende gegangen. Ihre teuren Autos brannten aus, als sie schliefen.

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Die beiden Brüder aus dem Unterallgäu hatten sich für drei Tage zum Angeln an einen Kiesweiher bei Kellmünz (Kreis Neu-Ulm) zurückgezogen, zwischen der Autobahn 7 und der Bahnstrecke. Da sie ihre Angel- und Zeltausrüstung nicht weit tragen wollten, stellten sie ihre Firmenwagen – einen BMW X6 und ein BMW 6er Sportcoupé – in der Nacht von Donnerstag auf Freitag an einem normalerweise gesperrten Feldweg ab. Dafür räumten sie die Steinbrocken zur Seite, erklärte Christian Owsinski, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auf Anfrage.

Kurz nach 5 Uhr bemerkte gestern Morgen der Lokführer eines Triebwagens auf der Bahnstrecke Ulm–Memmingen ein Feuer in der Nähe der Filzinger Badeseen. Die Deutsche Bahn alarmierte daraufhin Polizei und Feuerwehr. Diese fuhren die Gegend ab, bis sie zwei brennende Fahrzeuge entdeckten. Nachdem das Feuer gelöscht war, stellte sich heraus, dass es sich um die Oberklasse-BMW handelte, die völlig ausgebrannt waren. Der Sachschaden beträgt nach Angaben der Polizei etwa 200.000 Euro.

Die 31 und 35 Jahre alten Brüder hatten das Feuer offenbar nicht bemerkt. Sie waren die ganze Nacht beim Angeln und hatten sich erst kurz vor dem Feuerwehreinsatz am 500 Meter entfernten Angelplatz zum Schlafen gelegt, sagte Owsinski. Zwischen ihnen und den Autos lagen Dickicht und Wald, so dass sie die Firmenwagen nicht hätten sehen können. Die Polizei entdeckte die Brüder im Zuge der Ermittlungen um die Brandstelle. Die Geräusche des Feuers hatten die Männer als Schüsse eines Jägers gedeutet.

Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat die Ermittlungen übernommen. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung. Als Brandursache komme ein technischer Defekt infrage. Möglich sei auch, dass nach der Fahrt der Auspuff eines Autos so heiß war, dass sich das Unterholz entzündete. Dadurch könnte der BMW in Brand geraten sein – und dann der andere, dicht daneben geparkte Wagen.

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