Testfeld als Testfall für das Ulmer Gewicht

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Nach der Landtagswahl war das Heulen und Zähneklappern groß: In Ulm, lange Zeit Stammland der Union, hatte ausgerechnet die CDU  ihr Landtagsmandat eingebüßt. Der Wahlkreis mit nur noch zwei, nicht mehr wie lange Zeit mit drei Abgeordneten in Stuttgart vertreten.

Kaum ist die grün-schwarze Regierung recht im Amt, gibt es schon erste Hinweise auf einen Bedeutungsverlust der größten südwürttembergischen Stadt auf landespolitischem Terrain. Es scheint sicher, dass das Testfeld für autonomes Fahren nach Karlsruhe abwandert.  Dies obwohl aus Politik- und Wirtschaftskreisen zu vernehmen ist, Ulm habe durch die Verzahnung von Einrichtungen in der Wissenschaftsstadt mit der Wirtschaft gegenüber Stuttgart und Karlsruhe das überzeugendste Konzept vorgelegt. Das Testfeld also als erster Testfall, wie schwer das Ulmer Gewicht in Stuttgart noch ist. 

Manches deutet darauf hin, dass in Stuttgart keine  Entscheidung nach Kompetenz, Profil und Vernunft getroffen wird, sondern eine  aus rein politischen Erwägungen heraus. Diesen Verdacht  wird die Regierung empört von sich weisen. Die bisherige Zurückhaltung des ansonsten durchaus öffentlichkeitsbewussten Ulmer Grünen-Abgeordneten Jürgen Filius ist freilich vielsagend. So vielsagend wie der Umstand, dass in den umgekrempelten Landesministerien in Katrin Schütz die CDU-Generalsekretärin sitzt: Als Staatssekretärin im mit an der Entscheidung beteiligten Wirtschaftsministerium. Sie ist Karlsruherin . . .

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