Tausche alt gegen alt

Etwa 5.250.000.000 000 Plastikteilchen schwimmen weltweit im Meer, das sind 269.000 Tonnen oder anders gesagt: 38.500 Lastwagenfüllungen.

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So geht Abfall vermeiden: Handtasche tauschen und darauf mit Sekt anstoßen.  Foto: 

"Bei vielen Produkten kauft man ja mittlerweile mehr Verpackung als Inhalt", sagt Susanne Berger, die ihre alten Handtaschen aussortiert und jetzt in das Neu-Ulmer Familienzentrum gebracht hatte. Zum Tauschen.

Denn nicht nur Verpackungsmüll belastet die Ökobilanz. Ob Kleidertauschbörsen, Repaircafés, Resteküchen - landesweit formieren sich Initiativen, um Alternativen zur Ressourcenverschwendung der Wegwerfgesellschaft aufzuzeigen. Und so beteiligte sich auf Initiative der Neu-Ulmer Grünen auch das Familienzentrum mit einem Taschentausch an der "europäischen Woche der Abfallvermeidung".

Die Aktionswoche wird von der Europäischen Kommission unterstützt. Bundesweit präsentierten sich damit jetzt bereits zum sechsten Mal Initiativen und Projekte, die darauf abzielen, wie jeder seine persönliche Abfallbilanz verbessern kann - sei es am Arbeitsplatz, sei es in der Schule, sei es beim Einkaufen oder zu Hause. "Besonders mit kleinen Kindern fallen immer wieder viele Sachen an, die man nicht wegwerfen möchte, aber auch nicht mehr braucht", sagt Susanne Berger weiter, die als junge Mutter am Tag zuvor schon bei der Spielzeug-Tauschbörse des Vorfeldbüros ihre mittlerweile überflüssigen gegen aktuellere Spielsachen eingetauscht hatte.

Auch die Interessengemeinschaft "Wir in Neu-Ulm" hatte speziell die Händler unter ihren Mitgliedern aufgerufen, in der vergangenen Woche auf die Ausgabe von Plastiktüten zu verzichten. "Es gibt ja schon länger tolle Ideen zu Tauschtagen. Und auch bei Facebook gibt es entsprechende Gruppen, die Dinge verschenken oder tauschen", sagt die Leiterin des Familienzentrums Juliane Ott. Sie war gleich überzeugt, als ihr die Neu-Ulmer Grüne Mechthild Destruelle die Taschentausch-Aktion vorschlug.

Liebevoll hatten die Mitarbeiter des Neu-Ulmer Familienzentrums die Räumlichkeiten in der Kasernstraße hergerichtet und schon alle Handtaschen aufgestellt, die dafür bereits gespendet worden waren. Da stand kein Schrott - es waren edle Damentaschen, aus Leder, Stoff und in vielen Farben. "Fürs erste Mal würde ich sagen: ziemlich gut gelungen", meinte Juliane Ott, die sich über die Interessentenzahl an diesem Abend freute. Und: "Sicherlich nachahmenswert."

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