Tag der Rose: Rosenfreunde in ihrem Element

Rosenfreunde aus Ulm und Umgebung waren in ihrem Element beim Tag der Rose. Das Angebot reichte bis zur spitzen Ausputzschere.

|

„Dass man an Rosen glaubt, das bringt sie zum Blühen“, heißt ein Sprichwort. Nachdem Händler die Pflanzen am ersten warmen sonnigen Wochenende in diesem Jahr (!) auf den südlichen Münsterplatz gestellt hatten, ging am Samstag beim Tag der Rose tatsächlich noch manche Knospe auf. Erst recht, weil die unzähligen Besucher vermutlich das ganze Jahr über an Rosen glauben. Das ermöglichen die vielen Produkte, die es auf diesem Markt zu kaufen gibt – bei an die 40 Händlern.

Von Blütenpracht konnte man dieses Jahr also nicht sprechen, denn in den vergangenen kalten Wochen hatten sich auch die Rosen verhalten gezeigt. Umso üppiger und ohne Blattläuse ist ihr Grün gewachsen. So hatten die Gartenbesitzer ganz schön zu schleppen an den eingekauften Rosenstöcken.

Auch bereits blühende Begleitpflanzen wie weißer Rittersporn, dunkellila Lavendel, blauer Ziersalbei aus Ostfriesland und rote Malven wurden vom Markt getragen.

Das Zubehör für die tägliche Rosenpflege hatte Marktbeschicker Peter Menzel aus Ofterdingen im Angebot: eine spitze Ausputzschere, um zwischen den neuen Knospen gezielt die alten Blüten rausschneiden zu können. Fast unscheinbar am Rosenstock ist der mit braunem Papier umwickelte Anbindedraht, der laut Menzel nach einem dreiviertel Jahr im Kompost verrottet und verrostet.

Beim Tag der Rose drehte sich aber gewiss nicht alles nur um die Botanik und Gartenpflege. Pflegen können sich auch die Menschen: mit Rosenmassageöl, Rosenparfum und Rosenseife. Der Glaube an die Königin der Blumen festigte sich vor allem nach einer Flasche Prosecco mit Rosensirup oder nach dem dritten Glas Rosenbowle.

Wer einen klaren Kopf behalten wollte, setzte sich einen Strohhut mit vielerlei Stoffblüten auf oder griff zur zweizinkigen Grabegabel, die aufgrund ihrer Schlankheit bei der Bodenbearbeitung genau zwischen die Rosenstauden passt.

Wird eine Rose für die Vase abgeschnitten, geschieht dies mit der Gartenschere, schräg angeschnitten wird der Stiel mit dem Anschneider, und den unteren Teil bearbeitet man mit dem Entdorner. So lässt sich die Einstielige für alle Beteiligten schmerzfrei überreichen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

K.o.-Tropfen: "Finger in den Mund, und spucken Sie es aus"

Immer wieder werden Menschen mit K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt, anschließend vergewaltigt oder ausgeraubt. Dagegen hilft nur Vorsicht, sagt Achim Andratzek. weiter lesen