Tag der offenen Tür im Neubau der SWU

Das neue Bürogebäude an der Ecke Karlstraße ist am Freitag während eines Festakts offiziell an die Stadtwerke übergeben worden. Für Samstag, ist von 10 Uhr an ein Tag der offenen Tür angesetzt.

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  • Gestern wurde die Prominenz durch den Neubau - hier die Technikzentrale - geführt. Heute hat das K 3 für alle Interessierten geöffnet. Foto: Oliver Schulz 1/2
    Gestern wurde die Prominenz durch den Neubau - hier die Technikzentrale - geführt. Heute hat das K 3 für alle Interessierten geöffnet. Foto: Oliver Schulz
  • Der SWU-Neubau in der Karlstraße (Archivbild). 2/2
    Der SWU-Neubau in der Karlstraße (Archivbild). Foto: 
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Schlüssel, mit denen Türen auf- und zugesperrt werden, gibt es im neuen Bürokomplex an der Karlstraße 3 (K 3) nicht. Das geschieht dort elektronisch mittels Karten. So hat Peter Buck, Geschäftsführer der IVU Immobilien-Verwaltungsgesellschaft Ulm, die das Center finanziert und die Arbeiten organisiert hat, gestern während der Übergabe des Trakts an ihre Nutzer auch keinen Schlüssel parat. Er überreichte dem OB - Ivo Gönner ist Vorsitzender des Stadtwerke (SWU) Aufsichtsrats - und SWU-Chef Matthias Berz eine Torte, auf deren Oberseite der Neubau plastisch abgebildet war.

Wie in unserer gestrigen Ausgabe ausführlich berichtet, verfügt der fünfstöckige Gebäudekomplex über 16 000 Quadratmeter Nutzfläche; seit März gehört er der Versorgungsanstalt für Ärzte. Die SWU haben ihn auf 20 Jahre gemietet; 200 ihrer Mitarbeiter sind dort schon eingezogen. Weitere Flächen haben der Ebner Verlag und EQ Zert, ein Zertifizierungsinstitut der Steinbeis-Stiftung gemietet. Zwei Flächen - eine ist 600, die andere 230 Quadratmeter groß - stehen noch leer.

Berz skizzierte in seiner Rede die Entwicklung, die zum Bau des vom Büro Nething geplanten und von der Arbeitsgemeinschaft Reisch/Schmid realisierten Trakts geführt hat. Bevor die Zusammenführung verschiedener SWU-Abteilungen im K 3 und im gegenüberliegenden SWU-Glaspalast sich wie erwartet voll auf die Arbeitseffizienz auswirken, müssten noch Teile des Glaspalasts renoviert werden.

Buck erwartet, dass die Mehrkosten in Höhe von 8 bis 10 Prozent für die ökologische wie auch für die modernste technische Ausstattung des Bürokomplexes sich dauerhaft wohltuend bei den Unterhalts- und Betriebskosten bemerkbar machen. So dass die Lebenszykluskosten der Immobilie wesentlich günstiger ausfallen, als hätte man auf diese Zusatzinvestitionen verzichtet.

Gönner kritisiert die sprunghaften und in sich widersprüchlichen Entscheidungen der Bundes bei seiner Energie-Politik, in deren Folge auch die SWU schwere Zeiten erleben. Der OB hofft zwar, dass sich die Rahmenbedingungen in zwei bis fünf Jahren dahin ändern, dass Energieunternehmen, die viel in modernste Technik investiert haben, wieder auf die Beine kommen. Bis es so weit ist, sieht er die Gesellschafter der SWU, die Städte Ulm und Neu-Ulm, noch mit ein oder zwei Kapitalerhöhungen für ihre Stadtwerke in der Pflicht.

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Kommentare

08.06.2013 09:22 Uhr

SWU: Torte zu klein und neue gigantische Schulden werden angekündigt

Angesichts der Triumphe und geschäftlichen Erfolge der SWU, des Herrn Berz und des Aufsichtsrates inklusive Vorsitzendem Gönner im vergangenen Jahr hätte es schon eine Riesentorte sein dürfen (vielleicht sogar eine, aus der leichtbekleidete Menschen entsteigen?) und natürlich mindestens Champagner und Kaviar. Eine rauschende Ballnacht mit Großfeuerwerk wäre auch sehr passend gewesen.
Wie schön, dass der eloquente Herr Berz (zusammen mit dem Inmobilienverwalter) wie meistens die passenden Worte findet, um zusätzliche neue Schulden von fast 11 Millionen als tollen Erfolg darzustellen.
Neulich ist ihm das nicht gelungen in einem Interview zu den 1,5 Millionen Euro Verlust, die er in Eigenregie zu verantworten hat durch dilettantischste Börsenzockerei mit Centrotherm-Pleiteaktien. Als Antwort fiel ihm nur ein, das Geld für diese Investition sei übrig gewesen, was solle also falsch gewesen sein an seiner "Investition". Man kann also annehmen, dass er seine Entscheidungen zu diesem 1,5 Mio.-Verlust immer noch für richtig und gut hält. Und warum auch nicht, die Bürger als SWU-Eigentümer zahlen ja wie immer die ganze Rechnung für seine nachgewiesenen "Erfolge".
Das Beste kommt aber wie immer zum Schluß. Zwar noch etwas verklausuliert, aber immerhin, kündigt OB Gönner an, dass die Städte Ulm und Neu-Ulm, also die Bürger, auch in den nächsten Jahren mehrmals (sicher nicht geringe Summen) in die SWU stecken müssen, um deren weiter stark anwachsenden Schulden noch abdecken zu können.
Natürlich schiebt er als Sündenbock wieder die böse, böse Energiewende und die Bundespolitik vor, um weiterhin von den Multimillionen-Fehlinvestitionen abzulenken, die die SWU und nicht zuletzt er selber als SWU-Aufsichtsratchef zu verantworten haben.
Weitere Millionengräber (Landschaftszerstörer Pumpspeicher Blautal und GuD Leipheim) werden munter weiterverfolgt.
Es bleibt abzuwarten, ob diese Projekte und vor allem die gigantischen Trianel-Kraftwerks-Millionengräber u.a. in NRW der SWU Energie nicht doch noch das Genick brechen und sie dann in die Insolvenz entlassen werden muss (in Flensburg ist so etwas schon passiert).
Ihr Bürger von Ulm und Neu-Ulm, schaut auf diese SWU (und haltet Euren Geldbeutel gut fest)!

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Die Stadtwerke Ulm sind mit 1100 Beschäftigten das größte Kommunalunternehmen, das zu 93 Prozent Ulm und zu 7 Prozent Neu-Ulm gehört. Lange Zeit war das Unternehmen ein Goldesel für die Städte, dank der hohen Einnahmen aus dem Energiegeschäft. Doch das läuft nicht mehr so richtig. 2012 haben die SWU einen Verlust von 15 Millionen Euro ausgewiesen.

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