SWU erneuern an zwei Stellen die Ufermauern der Wehranlagen

Weniger Wasser in Donau und Donaukanal. Grund: Die SWU erneuern am Ersinger Donauwehr und am Rotwehr bei Dellmensingen die Ufermauern.

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An ihrem Kraftwerk in Donaustetten ziehen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) am Samstag, 22. August, den Stöpsel. Der Wasserstand im Donaukanal oberhalb des Kraftwerks wird dann um zwei Zentimeter pro Stunde sinken. Auch in der Donau selbst soll auf Höhe des Wehrs bei Ersingen der Pegel um 80 Zentimeter gesenkt werden. Die Aktion sei notwendig, um Schäden an den Ufern bei den Wehranlagen in Ersingen und an der Rot bei Dellmensingen zu beheben, teilen die SWU mit. Die mit Beton befestigten Ufer seien rissig und undicht. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 21. September und kosten etwa 70.000 Euro.

Das Absenken des Wasserspiegels sei mit dem Regierungspräsidium Tübingen und den Fischern abgesprochen. Sechs Mitglieder des Fischereivereins Ulm/Neu-Ulm werden am Samstag und am Sonntag darauf achten, dass keine Fische auf dem Trockenen liegen bleiben. Wenn nötig werden die Tiere mit einem Kescher gefangen und im tieferen Wasser der verbleibenden Hauptrinne ausgesetzt, erläutert Martin Glöggler vom Fischereiverein. Er gehe davon aus, dass auch das 80 Zentimeter niedrigere Wasser sauerstoffreich genug ist, damit die vierwöchige Bauzeit für die Fische nicht zur Durststrecke wird.

Die beiden Wehranlagen stammen laut SWU aus den 1920er Jahren. Beim Donauwehr in Ersingen müsse die etwa 30 Meter lange und 2,50 Meter hohe Wand am Nordufer der Donau repariert werden. Auch unter der Wasserlinie sei der Beton kaputt. An diesem Wehr zweigt der Donaukanal ab, der auf den sechs Kilometern zum Kraftwerk Donaustetten immer wieder zu Stauseen ausgeweitet ist. Der niedrigere Wasserstand dort wirkt sich auch in der Rot aus. Das nutzen die SWU, um auch die Uferwände am Rotwehr bei Dellmensingen zu reparieren.

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