Studie: Ulm – eine positive Marke in Süddeutschland

In Sachen City-Marketing steht Ulm ganz gut da. Die Stadt sollte sich aber nicht von der Entwicklung abhängen lassen, sagen Marketingfachleute.

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Ulm von oben.  Foto: 
Die Firma „Cima Beratung und Management“ aus München hat im Auftrag der baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern, des Handelsverbands im Land und des Wirtschaftsministeriums eine Studie erstellt. Diese vergleicht Stadtmarketing-Aktivitäten in Baden-Württemberg, Bayern und Österreich. Jetzt sind die Erkenntnisse aus dieser Studie im Haus der Wirtschaft der Ulmer IHK vorgestellt worden, wozu sich etwa 60 Vertreter von Kommunen, Handel und Wirtschaft aus dem Raum Heidenheim im Norden bis zum Bodensee im Süden zusammengesetzt haben.

Cima-Mitarbeiter Christian Hörmann stellte heraus, wie wichtig es für den Erfolg sei, auf ein „verzahntes Stadtmarketing“ zurückgreifen zu können: „Dass es eine klare Zielgruppen- und Aufgabendefinition gibt sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Akteuren.“ Einzelhandels-Aktivitäten, vor allem Events jeglicher Art und ohne erkennbare Strategie, dienten dem Ziel meist nicht.

Wichtig sei, dass professionelle Strukturen auf- und ausgebaut werden, in denen Stadt-, City- und Tourismus-Marketing eng mit der Wirtschaft zusammenarbeiten, die diese Anstrengungen unterstützt. Aus den Informationen, die die „Cima“ aus ihrer Feldstudie zusammengetragen und ausgewertet hat, habe sie sechs Thesen für ein erfolgreiches Stadtmarketing entwickelt, führte Hörmann aus: Dass der Erfolg dieser Anstrengungen planbar sei und wirkungsvolles Marketing Geld koste. Dass Marketing immer die ganze Stadt betreffe und keinesfalls einzelne Stadtteile und man nicht länger in „Eventfallen“ tappen sollte. Dass die Zusammenarbeit der am Marketing Beteiligten klar strukturiert wird und dass Stadtmarketing den Akteuren letztlich auch nutzt.

Marketing sei Zuspitzung und Reduktion, radikales Suchen nach einem Alleinstellungs-Merkmal, betonte er. Gerade hierbei täten sich Kommunalpolitiker schwer. Oft versuchten sie, vieles parallel zu fördern anstatt das Besondere in ihrer Stadt herauszuheben. Hörmann kritisierte das Trittbrettfahrertum von Filialisten, die sich am Stadtmarketing so gut wie nie beteiligen. Die aber gerne von den Anstrengungen der übrigen profitieren.

Welche Lehren und Anregungen kann Ulm aus dem Vorgestellten ziehen? „Ulm gilt als eine sehr positive Marke in Süddeutschland“, hielt er fest. „Ulm mit dem höchsten Kirchturm der Welt, der Donau, dem weithin bekannten Oberbürgermeister und der florierenden Wirtschaft.“ Für eine Stadt wie Ulm sei es schön, sich vom höchstem Niveau aus weiter zu entwickeln.

Das Ziel habe sich Ulm gesetzt, um nicht im Wettbewerb mit anderen Städten abgehängt zu werden, betonte Bernd Radke von der hiesigen IHK. Ausgebaut werden soll die Zusammenarbeit zwischen der City Marketing, der Tourismus GmbH, Handel und Wirtschaft. In dieses Konzept werde auch Neu-Ulm stärker einbezogen.

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