Strom für die Südbahn: Nächster Verfahrensschritt

Das Verfahren zur Elektrifizierung der Südbahn kommt voran. Für den zweiten Streckenabschnitt beginnt in einer Woche die Anhörungsphase.

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Die Südbahn Ulm-Friedrichshafen und weiter bis Lindau soll bis Ende 2016 elektrifiziert sein. Das sieht der Zeitplan der Deutschen Bahn (DB) vor. Das Projekt ist in fünf Abschnitte eingeteilt, für die jeweils ein Genehmigungsverfahren erforderlich ist. Für den ersten Abschnitt, der von Ulm bis zur Grenze der Landkreise Alb-Donau und Biberach reicht, ist das Verfahren recht weit fortgeschritten. In der Anhörung hatten Anlieger, Kommunen, Behörden und Verbände die Möglichkeit, Einwände und Stellungnahmen abzugeben. Am 25. Juli fand in Erbach die Erörterung statt: Vertreter der Bahn und Gutachter bezogen zu den Einwendungen Stellung. Nach Mitteilung des Regierungspräsidiums Tübingen soll der Anhörungsbericht im November ans Eisenbahnbundesamt, die Genehmigungsbehörde, geschickt werden.

Jetzt hat das Regierungspräsidium Tübingen das Anhörungsverfahren für den zweiten Abschnitt der Elektrifizierung eröffnet. Es handelt sich um die 43 Südbahn-Kilometer im Landkreis Biberach. Enthalten ist die knapp vier Kilometer lange Verbindung zwischen Laupheim-West und dem Laupheimer Stadtbahnhof. Zum Auftakt der Anhörungsphase werden Vertreter der DB-Projektbau am Dienstag, 9. Oktober, im großen Sitzungssaal des Landratsamts in Biberach über das Vorhaben und das Genehmigungsverfahren informieren. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Von Montag, 15. Oktober, bis Mittwoch, 14. November, werden die Pläne in den Rathäusern der Städte und Gemeinden an der Strecke ausliegen. Jeder Bürger hat das Recht, die Unterlagen zu studieren. Im genannten Zeitraum werden die Planunterlagen auch auf der Internetseite des Regierungspräsidiums unter der Rubrik "Bekanntmachung" zu finden sein.

Mit der Elektrifizierung soll die Höchstgeschwindigkeit auf der Südbahn von bislang 140 auf 160 Stundenkilometer erhöht werden. Dadurch schaffen die schnellsten Züge die knapp 105 Kilometer zwischen Ulm und Friedrichshafen in etwa einer Stunde, zehn Minuten weniger als bislang. Damit die Stromleitung über der Trasse Platz hat, müssen die Gleise unter Brücken abgesenkt werden. Mitunter - wie an der Benzstraße im Ulmer Industriegebiet Donautal - ist auch ein Brückenneubau erforderlich.

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