Streik unterbrochen

Die Busfahrer von Schwaben-Mobil haben ihren Streik vorerst ausgesetzt. Am Montagmorgen haben sie ihre Arbeit wieder aufgenommen - mit schwarzer Armbinde.

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Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst seien "richtig angefressen", sagt Maria Winkler, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Ostwürttemberg-Ulm, nachdem der erste Verhandlungstag in der Tarifauseinandersetzung ohne Angebot der Arbeitgeber endete.  Foto: 
Der Streik im öffentlichen Nahverkehr ist vorerst unterbrochen. Mit Beginn der Frühschicht seien die Busfahrer am Montag wieder zur Arbeit erschienen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Ob und wann die Fahrer weiter streiken, ließ Maria Winkler, die Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Ostwürttemberg-Ulm, ausdrücklich offen. Sicher sei nur, dass sie komme, „wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen“.

Winkler kündigte an, dass die Fahrer am rechten Arm eine schwarze Binde tragen sollen. Damit wollen sie für die Weiterbeschäftigung von drei Fahrern demonstrieren, die kürzlich eine Änderungskündigung von Schwaben Mobil bekommen haben. Bei zwei der drei wirkten die Kündigungen ab heute, bei einem Dritten laufe das Arbeitsverhältnis noch bis Ende des Monats. Winkler: "Schwaben Mobil hat die bestehenden Arbeitsverträge gekündigt und ein unzumutbares Vertragsangebot angeboten." Für Winkler ist dieser Vorgang eine "klare Maßregelungskündigung" und sei damit unzulässig.

Mit Unterbrechungen dauert der Streik nun schon seit Monaten an. Die Schwaben Mobil-Fahrer streiken, um ihre Forderungen nach besserer Bezahlung durchzusetzen. Verdi fordert die tarifliche Gleichstellung aller Fahrer im Ulmer Nachverkehr.

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Kommentare

06.10.2012 12:50 Uhr

Kosten reduzieren

Laut Geschäftsbericht hatte die SWU Verkehr im Jahr 2010 275 Mitarbeiter. Wenn es darum geht, die Kosten im Nahverkehr zu senken, warum soll das ausschließlich auf Kosten der zur Zeit 60 Schwaben-Mobil-Fahrer gehen? Hier wird anscheinend dieselbe Strategie wie bei vielen Großunternehmen (siehe auch RKU) betrieben: gespart wird bei denen, die sowieso eher schlecht verdienen und ohne die der Betrieb nicht laufen würde. Auch Großbanken sparen gerne beim Kantinenpersonal, Hausmeistern, Putzfrauen usw.
Interessant ist auch, dass in Ulm noch bis vor ca. 1 Jahr Busse und Straßenbahnen oft sehr lange an roten Ampeln warten mussten (am Theater Richtung HBF oft bis zu 2 Minuten). Mit Vorrangschaltungen kommen Busse und Straßenbahnen schneller voran, man hat mehr Fahrgäste und evtl. kann man sogar - bei gleicher Fahrthäufigkeit - auf einzelnen Linien ein Fahrzeug einsparen. Warum hat man hier nicht schon vor 20 Jahren etwas unternommen und Kosten gespart? Technisch war das damals längst machbar.

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05.10.2012 19:24 Uhr

wieder falsch

"Auch am Freitag verkehren viele Busse mit Verspätungen". Das mag sein. Gemeint ist wohl: "Auch am Freitag fallen viele Busse ersatzlos aus."
Weiter: "Es könnten Wartezeiten von 20 Minuten entstehen." Das stimmt auch nicht. Beispiel: am Haus der Begegnung fährt die Linie 6 Richtung HBF mit den Minuten 9 / 29 / 49. Wenn man den Bus um 9 knapp verpasst und der Bus um 29 ausfällt, muss man bis 40 Minuten warten. Noch schlimmer ist es auf der Linie 10, die nur alle halbe Stunde fährt: ein Ausfall führt zu einer Wartezeit bis zu 1 Stunde.
Ich bin gespannt, wie oft die SWP das noch falsch darstellt. Ich hoffe mal, dass das nicht Absicht ist.

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