Streik im öffentlichen Dienst in Ulm: Keine Knöllchen am Donnerstagmittag

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. In Ulm streiken am Mittwoch bereits die Fahrer des öffentlichen Nahverkehrs, am Donnerstag soll der Streik ausgeweitet werden. Dann schließen sich auch Beschäftigte in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Verwaltungen und weiteren städtischen Betrieben dem Streik an. Aktualisiert um 17.20 Uhr

|
Mit einer zweiten Warnstreikwelle nach den Streiks in der vergangenen Woche wollen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst die laufenden Tarifverhandlungen beeinflussen. Maria Winkler, die Geschäftsführerin des Bezirks Ostwürttemberg-Ulm der Gewerkschaft Verdi, kritisiert, dass die öffentlichen Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot beim Entgelt vorgelegt haben und will so den Druck erhöhen, in der dritten Verhandlungsrunde am 31. März ein ernsthaftes Angebot vorzulegen.

Mittwoch
Die Fahrer des öffentlichen Personennahverkehrs in Ulm und der Region sind dazu aufgerufen, am Mittwoch an einem bundesweiten, ganztägigen Streiktag teilzunehmen. 

Eine weitere Aktualisierung der SWU gab es um 17.20 Uhr: Regulär fahren weiterhin die Buslinien 11 (Ortsbus Söflingen) und 14 (Kuhberg Schulzentrum – Wiblingen), die private Unternehmen im Auftrag der SWU Verkehr fahren. Auf den übrigen SWU-Linien verkehren Bus und Straßenbahn nur vereinzelt. Zur Stunde kann die SWU Verkehr insgesamt 16 einzelne Fahrten anbieten, verteilt auf unterschiedliche Linien. Die SWU Verkehr geht davon aus, dass der Warnstreik bis Betriebsende gegen 0.30 Uhr anhalten wird. Der SWU Verkehr liegen keine Informationen darüber vor, ob die Streikmaßnahmen am morgigen Donnerstag fortgesetzt werden. 

Um 13.10 Uhr hatte die SWU mitgeteilt, dass derzeit nur die Buslinien 11 (Ortsbus Söflingen) und 14 (Kuhberg Schulzentrum – Wiblingen), die private Unternehmen im Auftrag der SWU Verkehr fahren. Auf den übrigen SWU-Linien verkehren Bus und Straßenbahn nur sehr vereinzelt. Zur Stunde kann die SWU Verkehr insgesamt zwölf einzelne Fahrten anbieten, verteilt auf unterschiedliche Linien. Ein Ende des Warnstreiks ist derzeit nicht abzusehen.

Um 10.20 Uhr hatte die SWU Verkehr am Mittwoch folgendes mitgeteilt. "Die SWU Verkehr wird heute seit Betriebsbeginn gegen 4 Uhr früh bestreikt. Regulär fahren derzeit nur die Buslinien 11 (Ortsbus Söflingen) und 14 (Kuhberg Schulzentrum – Wiblingen), die private Unternehmen im Auftrag der SWU Verkehr fahren. Auf den übrigen SWU-Linien ist der Betrieb durch den Streik nahezu zum Erliegen gekommen. Derzeit kann die SWU Verkehr insgesamt nur sechs einzelne Fahrten anbieten. Ein Ende des Warnstreiks ist derzeit nicht abzusehen."

Donnerstag
Am Mittwochnachmittag hat Maria Winkler eine weitere Erklärung von Verdi herausgegeben, in der die Beschäftigten in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Verwaltungen und vielen anderen Betrieben und Einrichtungen in den Städten Ulm, Neu-Ulm, Aalen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd zu mehrstündigen Arbeitsniederlegung am Donnerstag aufgerufen werden.

Beschäftigte weiterer öffentlicher Arbeitgeber wie den Stadtwerken Ulm (SWU Versorgungsbereiche), den Entsorgungsbetrieben (EBU), der Kläranlage Steinhäule sollen sich im Laufe des Vormittages dem Warnstreik anschließen. Gegen 10 Uhr werden die Streikenden in vier Demonstrationszügen vom Willy-Brandt-Platz, von der Karlstraße 1, vom Weinhof und vom Rathausplatz Neu-Ulm zum Ulmer Münsterplatz ziehen. Dort ist um 10.45 Uhr eine öffentliche Kundgebung geplant, für die Verdi mit 2000 Teilnehmern rechnet. 

Durch die Arbeitsniederlegung bleiben alle städtischen Kindertagesstätten geschlossen, die Eltern wurden bereits informiert. Den ganzen Tag bleiben der Tiergarten, alle städtischen Recyclinghöfe und Kultureinrichtungen geschlossen. (Ausnahme bildet die Premiere des Ballettabends "In sich - selbst" im Theater Ulm, sie findet wie vorgesehen statt). Es ist auch damit zu rechnen, dass die Erreichbarkeit der öffentlichen Verwaltung stark eingeschränkt sein wird, ebenso wird es zu Verzögerungen bei der Tonnenleerung kommen und auch die Stadtreinigung wird von 10 Uhr an eingestellt. Ab der gleichen Zeit müssen Autofahrer auch nicht mehr mit Knöllchen rechnen und die Geschwindigkeitsüberwachung wird ausfallen.
Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Zwölf Namen für die neuen Ulmer Straßenbahnwagen

Die neuen Straßenbahnwagen der Linie 2 werden nach Männern und Frauen benannt, die mit Ulm in Verbindung stehen. So war es auch schon beim Combino. weiter lesen