Stipendiaten gratulieren virtuos

Stipendiaten der Albert-Eckstein-Stiftung gaben unter der Leitung von Giovanni Angeleri in Vöhringen ein rauschendes Geburtstagskonzert.

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Wahrlich ein Anlass zum Feiern: Runde einhundert Jahre alt wäre der begnadete Geiger und Streichinstrumentensammler Albert Eckstein am 25. März dieses Jahres geworden. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk als jenes, das die Stipendiaten der nach ihm benannten Stiftung unter der Leitung von Giovanni Angeleri machten, hätte sich der Sohn eines Zigeunermusikers kaum wünschen können.

Eingeladen zum Konzert hatte Albert Ecksteins Sohn Rolf, der die Stiftung im Jahr 2005 initiiert hat und ihr seitdem auch vorsteht. In einer Ansprache würdigte er die Verdienste seines Vaters. Anschließend hatten dann die Musiker das Sagen, und sie gratulierten dem Jubilar zum Auftakt mit den "Happy-Birthday-Variationen" Peter Heidrichs. Eine doppelt gute Wahl, denn neben dem klingenden Geburtstagsgruß bietet diese Komposition eine geradezu einmalige Gelegenheit, die Streichinstrumente in allen Farben leuchten zu lassen, ja, jede Variation in einem anderem Stil - von Haydn und Mozart über Dvorak und Wagner bis hin zur Jazz- und Tanzmusik - zu zeigen.

Die letzte Variation im ungarischen Stil bot die ideale Überleitung zum nächsten Stück, den "Zigeunerweisen" Sarasates, bei der die Solistin Gabriela Sofia Roldán Cativa ihr geigerisches Talent voll ausspielen konnte. Weiter ging es mit Mendelssohns Streichersinfonie Nr. 10, deren dunkle Farbe von den Streichern bestens getroffen wurde. Mit Johannes Brahms" "Ungarischem Tanz" Nr. 5 erklang dann noch eine berühmte Zigeunerweise. Anstelle des erkrankten Elin Kolev meisterte Eszter Stankowsky den Solopart auf der Violine mit Bravour.

Nach der Pause, während der viele Besucher die Möglichkeit nutzten, sich im Foyer die begleitende Ausstellung zu Leben und Werk von Albert Eckstein anzuschauen, folgte dann mit Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten" der Höhepunkt des Abends. Dirigent Angeleri selbst spielte den Solopart in diesen vier wohl berühmtesten Violinkonzerten der Barockliteratur. Und es war die reine Freude, ihm und den Stipendiaten dabei zu lauschen. Tosender Applaus, als Zugabe zuerst noch einmal das Presto aus dem "Sommer", dann das Largo aus dem "Winter" und noch ein Rausschmeißer.

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