Stellungnahme zum Citibahnhof: Frauenforum findet Tiefgarage überflüssig

Das Frauenforum hat Ideen für die Gestaltung des Citybahnhofs formuliert. Es legt Wert auf Verbesserungen für Radler, Fußgänger und Fahrgäste.

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Citybahnhof Ulm  Foto: 
Der Autoverkehr nimmt nach Ansicht des Frauenforums zu großen Raum ein bei den Plänen zur Neugestaltung des Bahnhofareals. „Wir bedauern es sehr, dass der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen hat, die Friedrich-Ebert-Straße vierspurig beizubehalten“, heißt es in einer Stellungnahme des Frauenforums, die an die Stadtspitze und die Stadträte ging. Das Forum ist auch gegen den Bau einer Tiefgarage. Sie ziehe nur zusätzlichen Verkehr an. Ulm habe genügend Parkplätze in der City. „Wir zweifeln an der Notwendigkeit eines solch großen Bauwerks und lehnen es ab.“

Unterzeichnet wurde der Brief von den fünf Sprecherinnen des Frauenforums und von Sigrid Räkel-Rehner. Sie ist Sprecherin des Frauenforum-Arbeitskreises zur Neugestaltung des Citybahnhofs und Stadträtin der Grünen. Die Grünen hatten sich dafür stark gemacht, die Zahl der Fahrspuren in der Friedrich-Ebert-Straße zu verringern, konnten sich im Gemeinderat aber nicht durchsetzen.

Auch innerhalb des Forums, in dem mehr als 60 Vereine, Einrichtungen und Parteien vertreten sind, gibt es unterschiedliche Ansichten zum Citybahnhof. Die Stellungnahme wurde deshalb in der jüngsten Sitzung nicht einstimmig verabschiedet, sondern mehrheitlich.

Für die Gestaltung des Platzes macht das Frauenforum einige Vorschläge. Sie zielen vor allem darauf ab, die Situation für Radler, Fußgänger und Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs zu verbessern.

Nahverkehr: Da sich die Haltestellen verlängern, wäre eine übersichtliche Anzeige nötig, in welcher Reihenfolge die Busse ankommen. Die Haltestelle müsse auch bei Wind und Regen und gegen Spritzwasser von der Fahrbahn Schutz bieten.

Überweg: Für Fußgänger müsse ein zentraler, ebenerdiger, barrierefreier Überweg vom Bahnhofsvorplatz in die Bahnhofstraße eingerichtet werden.

Verkehr: Angeregt wird ein Tempolimit für den Autoverkehr nach dem Vorbild Neue Straße. Der Fahrradweg westlich der Autotrasse müsse klar gekennzeichnet werden.

Platzgestaltung: Bäume, Grün, Beleuchtung könnten die Qualität des Platzes verbessern.

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