Stefan Weyer ist neuer Trainer der VfB-Volleyballerinnen

Nach der überraschenden Trennung von Aufstiegstrainer Markus Bertele nach nur einer Saison haben die VfB Volleyballerinnen einen neuen Trainer. Seit Anfang Juli trainiert Stefan Weyer die Ulmerinnen.

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Freut sich auf die kommenden Aufgaben mit den VfB-Volleyballerinnen: Trainer Stefan Weyer.  Foto: 
Warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht: Als Stefan Weyer vom VfB Ulm gefragt wurde, ob er die Volleyballerinnen trainieren wolle, sagte der 48-jährige Laupheimer prompt zu. Nach seinem Engagement bei der TG Biberach hatte er ein Sabbatjahr eingelegt und nun Zeit für die neue Aufgabe. Seit Anfang Juli trainiert Weyer die Damen-Mannschaft, die in der vergangenen Saison mit Trainer Markus Bertele in die Regionalliga aufgestiegen ist, sich aber anschließend vom Coach trennte (wir berichteten).

Der Auftakt sei gut gewesen, erzählt Weyer, der als Unternehmensberater arbeitet. „Jedenfalls haben die Mädels ohne großes Murren beim Kraft- und Ausdauertraining mitgemacht.“ Dass mit ihm eine große Veränderung für die Spielerinnen gekommen sei, glaubt er nicht. Man kenne sich ja auch schon von früheren Turnieren. Und eine geheime Taktik bringe der erfahrene Trainer auch nicht mit. „Aber ich lege Wert darauf, dass die Leute körperlich fit sind“, sagt Weyer. Außerdem seien ihm Annahme und Aufschlag wichtig. Seine beiden Leitsätze: „Wer immer die Annahmesituation gewinnt, kann nicht verlieren“ und „Der Aufschlag ist der erste Angriff.“

Aber weniger die Taktik als vielmehr die Spielerinnen bereiten dem neuen Trainer Sorgen. Noch sind sie nämlich zu wenige. Zusätzlich zu den acht Stammkräften, die nach der vergangenen Saison geblieben sind, sucht Weyer noch zwei bis vier Volleyballerinnen, die auf Regionalliaga-Niveau mithalten können. Er habe beispielsweise nur eine Zuspielerin, erzählt Weyer. „Wenn die sich verletzt, haben wir keinen Ersatz und sehen alt aus.“ Weyer hofft, dass er nach der Beach-Saison Ende August Verstärkungen findet: „Ich bin zuversichtlich, dass wir die fehlenden Spielerinnen noch gewinnen können.“

Er selbst ist durch den Schulsport zum Volleyball gekommen. „Für den Fußball war ich zu schlecht“, erzählt Weyer mit einem Augenzwinkern. „Nein“, korrigiert er sich. Volleyball als Sportart habe ihn einfach schon immer fasziniert. Alleine könne man noch so gut sein, aber es zähle doch immer das Team als ganzes. „Einen Ronaldo oder Maradona wie im Fußball gibt es nicht.“ Dafür seien immer alle komplett in das Geschehen eingebunden. „Die Feinabstimmung zwischen den Spielern ist sehr wichtig.“

Erste Erfahrungen als Spieler und Trainer sammelte er beim TSV Laupheim. Zwischenzeitlich war er in Ehingen und Biberach aktiv, bevor er nun in Ulm landete. „Ich bin froh, dass ich mich als Trainer nur um’s Sportliche kümmern muss“, gesteht Weyer. „Ich bereite gern Spiele und Turniere vor, aber den Papierkram überlasse ich gerne anderen.“

Stefan Weyer stellt sich erst mal der Herausforderung, die die neue Saison mit sich bringt: der Klassenerhalt. „Dass wir das schaffen, ist nicht wirklich sicher. Wir kämpfen von Anfang an gegen den Abstieg.“ Als Aufsteiger sei alles andere auch verwegen. „Wobei ich natürlich an uns glaube. Es ist machbar und nach oben hin ist alles offen.“

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