Stefan Strobel: Vom Rollstuhl zurück zur Tischtennis-Platte

Tischtennis ist sein Leben: Stefan Strobel spielt für den SC Bach und die TSG Söflingen, weil es dort eine Abteilung für Sportler mit Behinderung gibt.

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Stefan Strobel (links) wurde zwei Mal Dritter in Offenburg.  Foto: 

Fast ein halbes Jahr saß der damals 22-jährige Stefan Strobel nach seinem Autounfall vor 16 Jahren querschnittsgelähmt im Rollstuhl. Als er seine Zehen wieder spüren konnte, schöpfte Strobel neue Hoffnung: „Ich hab trainiert wie ein Verrückter, dass ich wieder gehen konnte.“ Fünf Monate später war Strobel wieder auf eigenen Beinen unterwegs, unterstützt von Gehhilfen zwar, aber selbstständig. Nachdem diese Hürde geschafft war, steckte Strobel sich neue Ziele – sportlicher Art. Er wollte zurück zum Tischtennis, der Sportart, die er schon als Kind so sehr mochte. Vor neun Jahren war auch dieses Ziel erreicht: Seitdem spielt Strobel mit einer Beinschiene beim SC Bach bei den Herren in der Kreisklasse C. Da es dort kein Angebot für behinderte Sportler gibt, spielt der Abteilungsleiter von Bach aber auch für die TSG Söflingen.

Für den Verein ging der 38-Jährige nun auch bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Offenburg an den Start. Im Tischtennis für Menschen mit Behinderung belegte er gleich zwei Mal den dritten Platz: Im Einzel und im Doppel mit Moritz Blumenstock. Einen Podestplatz zu erreichen, sei sein Ziel gewesen, sagte Strobel. Ganz zufrieden mit seiner Leistung ist der verheiratete Vater von zwei Kindern nach dem Turnier aber nicht: „Im Einzel wäre mehr drin gewesen, Platz zwei hätte ich eigentlich erreichen müssen.“ Endstation ist noch lange nicht bei Strobel. Sein nächstes Ziel: Bei den Deutschen Meisterschaften in seiner Startklasse unter die ersten Drei zu kommen.

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