Startschuss für die Art Ulm

Ulm bekommt seine eigene Kunstmesse: An diesem Freitag startet die erste "Art Ulm" für internationale Kunst in der Donauhalle. Die ortsansässigen Galeristen halten sich allerdings zurück.

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Unter anderem ist der südafrikanische Künstler Norman Catherine auf der Art Ulm vertreten - präsentiert von der Artco Galerie aus Herzogenrath. Internationale Kunst etwa aus Afrika oder Korea soll ein Schwerpunkt der Kunstmesse sein. Foto: Veranstalter

Wer die Plakatwände in der Stadt studiert hat, wird sich schon vor Wochen gewundert haben. Von einer "Art Ulm" stand da zu lesen - sollte das eine Kunstmesse sein, so wie in (Art) Basel und (Art) Karlsruhe? Tatsache: Am kommenden Wochenende wird die erste "Art Ulm" eröffnet werden. Von Freitagabend bis Sonntag findet diese Kunstmesse für internationale zeitgenössische und klassisch moderne Kunst in der Donauhalle auf dem Messegelände statt. Veranstalter ist die "Art-Ulm GbR" in Zusammenarbeit mit der Magnus Kunstmesse GbR, die 2012 in Köln bereits die "Cologne Paper Art" organisiert hat. "Wir wollen eine kleine, feine, qualitativ hochwertige Kunstmesse etablieren", erklärt die in Ulm ansässige Geschäftsführerin Karin Brenner den Anspruch. Gerade für neu gegründete, junge Galerien, die erst noch in das Messegeschäft hineinkommen wollten, sei so eine Möglichkeit sehr interessant, sagt Brenner.

Neben Galerien mit Messeerfahrung - wie die Galerie Depelmann oder die Galerie Reitz - seien auch solche vertreten, die noch nie an einer Messe teilgenommen hätten. Eine Einzel-Show wird der britische Künstler Tim Allen haben. Etwa 30 Galeristen teilen sich nun 53 Messekojen, die Gesamtfläche entspricht etwa einer Halle auf der Art Karlsruhe, wie Mitgesellschafter Max Fischer erklärt.

Die Überschaubarkeit sei gewollt, "damit ein Dialog möglich ist". Trotz der Konkurrenz im Südwesten durch Basel, Karlsruhe und die Art Bodensee sei eine weitere Messe sogar nötig, findet er, gebe es doch genügend gute Künstler, die bislang keine Plattform hätten. Die Qualität soll ein Kunstbeirat aus den zwei Kunsthistorikerinnen Gabi Pieke und Beate Marks-Hanßen sowie dem Galeristen Aloys Wilmsen aus Hergatz sichern; letzterer ist als Aussteller mit dabei.

Die renommierten Ulmer Galerien wird man vergeblich suchen. Ewald Schrade etwa, Galerist auf Schloss Mochental und in Karlsruhe sowie Kurator der Art Karlsruhe, hat nach eigener Aussage noch nichts von dem Ulmer Projekt gehört. Charlotte Smuda-Jescheck wird mit ihrer Smudajescheck Galerie nicht vertreten sein, sie rechne sich dort nicht "den großen Erfolg" aus: "Ich habe meine Kunden sowieso - und ob da Leute von außerhalb kommen?" Auch Bernd Geserick wird mit seiner Fischerplatzgalerie nicht auftreten. Nur zwei Ulmer Galerien sind dabei: Die Galerie und Rahmenhandlung Zick und die Galerie art a casa.

Gut unterstützt fühlen sich die Initiatoren dennoch - nicht zuletzt von Kulturbürgermeisterin Iris Mann, die dem "mutigen wie interessanten Projekt" im Katalogvorwort ausdrücklich Erfolg wünscht.

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