Star-Comedian Kaya Yanar begeistert in der ausverkauften Donauhalle

Multikulti-Spaßattacke mit prolligem Jargon und Comic-Geräuschpalette: Bei Kaya Yanars neuem Programm "Around The World" kamen 2200 Zuschauer in der Donauhalle mit dem Lachen kaum nach.

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Punktet mit prolligem Jargon: Kaya Yanar in der Donauhalle.  Foto: 

Der Countdown läuft: 5, 4, 3 . . ., Musik zum Mitklatschen, Gejohle. Mit "Hallo" stürmt Kaya Yanar auf die Bühne: ein heller Kopf unterm schwarzen Käppi. Sein Gesicht grinst von der Kulissen-Wand hinter der Flugzeugattrappe als New Yorker Freiheitsstatue, als Mona Lisa oder als Christus-Statue in Rio. Stationen des Weltenbummlers, der für RTL die Kontinente bereist hat. Von seinen schrägen Abenteuern und Beobachtungen handelt sein neues Programm "Around The World", das vergnüglich Unarten und Vorlieben der Kulturen und Nationen entlarvt.

Seit Jahren füllt der mehrfach preisgekrönte Comedy-Star die Hallen. Der 40-Jährige deutsch-türkisch-arabischer Abstammung mit abgebrochenem Philosophiestudium ist ein 1-A-Parodist, begnadeter Stimm-, Sprachen- und Dialektimitator. Und Ulm ist ein gutes Pflaster für Integrations-Comedy.

Gesten-, grimassen- und pointenreich gibt der sympathische Schlawiner in der ausverkauften Donauhalle den Affen, schlüpft virtuos in diverse Charaktere, wobei Ranjid, Francesco und Hakan, seine Alter-Ego-Spezis, diesmal Randfiguren sind. Nichts und niemand ist vor Yanar in Nahaufnahme auf zwei Großleinwänden sicher. Auch nicht seine neue Freundin, eine Schweizerin. Flatulenzen in der gemeinsamen Züricher Wohnung schlachtet er teils in Schwyzerdütsch genauso aus wie das Chaos als Ski-Anfänger. Tücken für einen Türken, der sogar "fürs Joggen zu doof ist" und bei Dunkelheit 40 Meter tief stürzt.

Treffend (selbst-)ironisch hält der Berufs-Deutsch-Türke der multikulturellen Fangemeinde den Spiegel vor. Was türkische und italienische Machos verbindet? Der Griff in den Schritt ans beste Stück. Warum ist die türkische Sprache so schwer? Billigflieger, Bären-Regeln in Kanada, deutsche und russische Touri-Marotten sind das Lachfutter für die knapp 2200 Begeisterten

Der Humor mit prolligem Jargon und Comic-Geräuschpalette kommt an. Originell, voller abwegiger Querverbindungen nimmt Yanar, Völker und Klischees zwei Stunden lang auf die Schippe und schiebt noch eine zwistige Italiener-Franzosen-Zugabe hinterher.

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