Standort Ulm: Keine Chance für Kellerbau

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Die insolvente Baufirma Kellerbau stellt den Betrieb ein.  Foto: 

Für die insolvente Baufirma Kellerbau gibt es keine Rettung mehr. Insolvenzverwalter Michael Pluta stellt den Betrieb ein und hat bereits zwölf Mitarbeiter freigestellt. Weitere 200 arbeiten bestehende Baustellen ab. Von der Insolvenz des renommierten Bauunternehmens in Süßen (Kreis Göppingen) ist auch eine Niederlassung in der Schillerstraße in Ulm mit 20 Mitarbeitern betroffen. Auch dieser Standort wird aufgelöst, sagte Pluta.

Er wies darauf hin, dass zahlreiche Mitarbeiter von Kellerbau wegen der guten Baukonjunktur bereits neue Stellenangebote haben: "Es gibt schon Auflösungserscheinungen." Pluta hat zwar das Interesse von Investoren ausgelotet. Es gab letztlich aber niemanden, der die Firma kaufen wollte, die auch das Stadthaus in Ulm erstellt hatte.

Pluta arbeitet derzeit mit dem Betriebsrat an einem Sozialplan. Ein anderes Thema sind die Spareinlagen bei der Firma von mehr als 300 Mitarbeitern (mit Rentnern): Gesamthöhe 5,8 Millionen Euro. Einzelne Mitarbeiter hatten Kellerbau bis 100 000 Euro anvertraut. Pluta finanziert der Belegschaft einen Anwalt, um ihre Ansprüche auch gegenüber der früheren Geschäftsleitung geltend zu machen. Es gibt allerdings Sicherheiten für die Spargelder wie ein Grundstück und die Abtretung von Forderungen. Pluta rechnet zudem mit einer Quote von 30 Prozent für die Gläubiger, zu denen die Sparer ebenfalls zählen.

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