Stadtsoldaten treiben Narren aus dem Flecken

Schluss mit der Fasnet war am Dienstag zwar erst um 22 Uhr, als die Zunftmeister stellvertretend für alle Narren beim Kehraus ihr Häs auszogen und in eine Truhe "schlafen" legten.

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Aber schon am frühen Nachmittag war der Eindruck entstanden, als ob Ulm die Gehwege hochgeklappt habe: In der Stadt waren etliche Geschäfte geschlossen und von Fasnet war nichts zu sehen.

Doch, halt: Am Abend ging es noch mal laut zu auf dem Fischerplätzle. Danubius, der Fürst der Donau, und andere Narren hatten keine Chance vor dem Narrengericht, das dort tagte. Insofern holte sich die Obrigkeit das Stadtrecht zurück und verbannte die Narren. Stadtsoldaten führten die Fasnet durch die Stadtmauer und "zum Flecken hinaus". Gekommen waren alle vier Ulmer Zünfte: die Narrenzunft, die Donauhexen, die Haglhexa und die Gloggabender. Ein paar Zuschauer, die sich trotz des nassen Wetters auf dem Fischerplätzle eingefunden hatten, waren Zeugen, "dass es nun vorbei ist mit der Narrenplage - und das bis zum nächsten Dreikönigstage".

Übrigens geht auch das Ulmer Fischerstechen auf eine zünftige Fasnachtsveranstaltung zurück. Und dieses Fischerstechen findet nach 2013 wieder 2017 statt. Demnach ist nächstes Jahr gleich zweimal "Fasnet" in Ulm.

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