Stadtrat Ried: Braucht es vier Personen, um Radler zu kontrollieren?

Stadtrat Ried fragt: Braucht es vier Ordnungskräfte, um Radler in der City zu kontrollieren? Lokalchef Hans-Uli Thierer meint: Kaum – aber es gibt Gründe.

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Stadtrat Timo Ried hat ein Fass auf- und zum Politikum gemacht. Er wirft die – für ihn längst beantwortete – Frage auf: Müssen gleich vier Amtspersonen – zwei bewaffnete Polizeibeamte, plus zwei städtische Ordnungskräfte – eingesetzt werden, um die Fußgängerzonen zu  Tageszeiten vor Radlern zu schützen,  an denen Radfahren dort verboten ist?

 Bauernschlau wirft der selber von einem solchen Quartett erwischte Ried, der selbstständige Apotheker, die Frage nach der Wirtschaftlichkeit auf.  Und regt im Sinne des effizienteren Einsatzes von Steuergeldern an, doch besser Zweierteams loszuschicken; also mit dem selben Personaleinsatz doppelt so viele Radfahrer zu stellen und doppelt so viele Verwarnungsgelder einzukassieren.

Ob Ried damit nur die städtischen Bürgerdienste triezen möchte? Oder alles sehr ernst meint? Immerhin ist das Schreiben an OB Gunter Czisch auf offiziellem Briefpapier der FWG-Fraktion  verfasst.

Nun darf man in der Tat nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel fragen, wenn gleich ein Quartett an Ordnungshütern hinter radelnden Sündern her ist. Andererseits: Aus Jux und Tollerei dürfte dieser massive, martialisch wirkende Personaleinsatz nicht erfolgen. Er ist vielmehr  auch eine Konsequenz aus vielen üblen Pöbeleien, Anwürfen, gar körperlichen Übergriffen, denen Streifenbeamte ebenso ausgesetzt sehen wie Politessen oder anderes Ordnungspersonal. Man ist gespannt auf die Reaktion der Stadt.

 

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