Stadträtin will Justizhochhaus erhalten

Die Grünen-Stadträtin Annette Weinreich will das Justizhochhaus an der Olgastraße erhalten. Das regt die Freie Architektin in einem von ihr allein unterzeichneten Schreiben an die Finanz- und Justizminister Dr. Nils Schmid und Rainer Stickelberger an.

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Das Gebäude soll abgerissen werden, sobald der derzeit im Hinterhof entstehende Neubau fertiggestellt ist. Geplant ist obendrein auch das Nebengebäude abzureißen und durch einen zweiten Neubau zu ersetzen. Beide Bauten sollen von Staatsanwalt, sowie von Amts- und Landgericht genutzt werden, die auf mehrere Stellen in der Stadt verteilt sind. Wie Weinreich schreibt, sei das 1962 bezogene Justizhochhaus als "Ausdruck einer neuen demokratischen Auffassung in der Justiz" gefeiert worden. Ein Abriss sei längst nicht notwendig und aus historischer Sicht nicht sinnvoll. Außerdem könne bei der üblichen Teuerungsrate im Bausektor eine Instandsetzung "nicht maßgeblich teurer" sein als der Neubau. Und schließlich argumentiert sie aus ökologischer Sicht, aus der die gebaute Substanz als graue Energie erhalten werden solle. Im Innenbereich lasse sich das Bestandsgebäude "sicherlich sehr einfach umorganisieren", heißt es in dem Schreiben weiter, das auch an Landtagsabgeordneten Jürgen Filius (Grüne), Baubürgermeister Tim von Winning und Wilmuth Lindenthal vom Landesamt Vermögen und Bau gegangen ist.

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