Stadtgärten: Bald neue Anlagen im Wengenviertel

Sechs Stadtgärten gibt es seit acht Jahren in Ulm. Die Pflanzen haben sich gut entwickelt. Bald kommen noch zwei neue Gärten hinzu – sogar auf der Stadtmauer.

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Die vor einem Loch warnende Bake im Lavendel-Stadtgarten „Büchsengasse“ verschwindet bald wieder.  Foto: 

Ein Spaziergang durch die bislang sechs „Stadtgärten“ hat gezeigt, dass seit 2008 zum Teil Pflanzen bereits ersetzt wurden und dass alles tüchtig gewachsen ist. Und: In einem der Gärten tun sich Abgründe auf.

Im Neuen Graben im geplanten Stadtgarten „Auf dem Graben“ sieht der Siegerentwurf einer Konzeptstudie eine Bepflanzung mit geschnittenen Feldahornen vor. „Das so entstehende Baumdach setzt die bestehende Dachlandschaft der östlich angrenzenden Bebauung fort“, erklärt Dirk Feil, Geschäftsführer der Sanierungstreuhand. Diese kümmert sich auch um den Stadtgarten im „Irrgängle“ , direkt auf der künftigen Quartiersgarage. Als Bepflanzung sind ein Schnurbaum und eine Zierkirsche vorgesehen. Für den Großbaum wird in der darunter liegenden Tiefgarage extra auf einen Stellplatz verzichtet, um Platz für die Wurzeln zu schaffen, sagt Feil. Eine Spiel- und eine Leseecke werden den Bereich gliedern, sobald die gesamte Bebauung im Sanierungsgebiet Wengenviertel abgeschlossen ist.

Schon seit 2008 besteht der Stadtgarten in der Herdbruckerstraße . Auf einer Baulücke wächst Lavendel, umgeben von Schmetterlingssträuchern. Die alten verholzten Lavendelsträucher wurden inzwischen durch neue ersetzt und blühen derzeit. Bloß: Was soll mittendrin die Warnbake? „Dort sackt das Erdreich ab, wohl in einen Hohlraum unter dem Garten“, sagt Grünflächenchef Christian Giers. Dieser Tage soll das Loch wieder aufgefüllt werden.

In der Adlerbastei wurde der seit 1964 bestehende Rosengarten an der Stadtmauer 2008 komplett neu angelegt. Die Ulmerin Andrea Hocheder kommt immer wieder gerne dorthin, um die Beet- und Kletterrosen sowie deren Beipflanzen wie Lavendel und Frauenmantel zu bewundern. Im Furttenbachgarten im Grünen Hof sind zwar die Hartriegel- und Buchsbaumhecken in den vergangenen acht Jahren hoch gewachsen, aber an Blühendem stehen dort derzeit nur mehrjähriger Rittersporn und Chrysanthemen. Dazwischen sieht man leere Pflanzlöcher. „Demnächst pflanzen wir  den Sommerflor wie Tagetes, Löwenmäulchen und einjähriger Rittersporn“, sagt Peter Heger, Leiter der Grünflächen beim Gebäudemanagement.

Die städtische Einrichtung ist auch zuständig für den Stadtgarten „Mohrengasse“ , einen Staudengarten mit Wasserbecken und Pergola. Dieser leide gerade etwas unter der Baustelle des neuen Pavillons der Familienbildungsstätte Ulm, gibt Heger zu.

Fehlt noch der Stadtgarten „Büchsengasse“ mit seiner im Frühjahr markanten Kirschbaumblüte. Kinder können dort auf kleinen Holzschafen reiten. Da sich dort auf den Bänken aber auch Gartenbesucher aufhalten, um ihre Tagesration  Bier zu trinken, müssen die Stadtreiniger täglich Flaschen und anderen Müll wegräumen.

Einer ist ein Platz

Karpfengasse Unter dieser Adresse wurde ein Stadtgarten angelegt, der eher ein Platz ist. Unter zwei alten Ahornen wurden spalierähnlich sechs Jungbuchen je in einen hohen Metallrahmen  gezwängt. Sie werden stets nachgeschnitten. Auf der Grasfläche stehen rote Steinquader – zum Sitzen.  

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