Stadtentwicklung am Ulmer Bahnhofsplatz: Keine leichte Entscheidung

Eine Arbeitsgemeinschaft von Ulmer und Dortmunder Architekten hat am Freitag den Realisierungswettbewerb für den Ulmer Bahnhofsplatz gewonnen.

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Nach vielen Stunden der Beratung und Diskussionen stand den Mitgliedern der Jury für die künftige Gestaltung des Ulmer Bahnhofsplatzes die Anspannung sichtlich in die Gesichter geschrieben.  Foto: 

Ursprünglich war am Freitag 18 Uhr anvisiert als Zeitpunkt für die Bekanntgabe des Preisgerichts über den Realisierungswettbewerb für den Ulmer Bahnhofsplatz. Seit morgens um 9 Uhr berieten die Mitglieder der Jury - Vertreter der Gemeinderatsfraktionen, Baubürgermeister Alexander Wetzig, Fachleute der Bauabteilung, Architekten und Landschaftsarchitekten - unter Leitung von Prof. Fritz Auer über die Modelle, welche die 35 Teilnehmer für den Wettbewerb ausgearbeitet hatten.

Doch die Entscheidung zog sich hin, erst nach mehr als zwölf Stunden stand um 21.30 Uhr der Sieger fest. Auf den ersten Platz kam der Vorschlag einer Arbeitsgemeinschaft von Hummert Architekten Dortmund mit Hullak und Rannow Architekten Ulm. Auer lobte die vorgeschlagene Überdachung der Haltestelle, die den Platz prägt, als "filigranes Tragwerk": Eine Stahlkonstruktion wie eine Art Gitternetz mit Glas, das einen guten Wetterschutz über einer großen Fläche abgebe. Die Jury vergab noch vier weitere Preise und zwei Anerkennungen (ausführlicher Bericht folgt.)

Der Knackpunkt am künftigen Bahnhofsplatz ist: Wie lässt sich ein gutes Miteinander von Autos, Fußgängern, Straßenbahn, Bussen, Taxis und Radfahrern erreichen? Dazu soll das Ganze ansehnlich wirken.

Drei Vorgaben hatte die Stadt den Teilnehmern des Wettbewerbs gemacht: Erstens bleibt die Friedrich-Ebert-Straße vierspurig. Zweitens bleiben zwei Tram-Gleise und die 120 Meter langen Bahnsteige, die jedoch ausreichend überdacht werden sollen. Drittens soll die neue unterirdische Passage zu den Sedelhöfen und in die Bahnhofstraße Tageslicht bekommen.

Der Bahnhofsplatz ist der wichtigste Baustein des neuen Konzepts für den Ulmer Citybahnhof. Die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes soll 2018 abgeschlossen sein, die Kosten für den Wettbewerb betragen 290.000 Euro.

Info Alle 35 Wettbewerbsbeiträge werden von Montag, 14. April, bis Mittwoch, 24. April, im Kornhaus ausgestellt. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 14 Uhr und 17 bis 19 Uhr, Samstag/Sonntag 10 bis 14 Uhr. Am Karfreitag ist geschlossen, sonst ist täglich geöffnet.

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Kommentare

13.04.2014 09:34 Uhr

120Meter trotz Linie 2

Wer hat sich denn diese Einschränkung ausgedacht die Steige bei 120Meter zu belassen? Schon heute steht Bus oder Tram nur halb am Steig wenn schon 2 Busse am Steig stehen. Was wird da erst mit der Linie 2? Leider lässt sich der ÖPNV nicht so präzise Takten wie es sich hier manche wohl denken.

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12.04.2014 23:34 Uhr

was ist denn hier StadtENTWICKLUNG? wozu das ganze Theater?

bei den Vorgaben:
"Erstens bleibt die Friedrich-Ebert-Straße vierspurig.
Zweitens bleiben zwei Tram-Gleise und die 120 Meter langen Bahnsteige,
die jedoch ausreichend überdacht werden sollen.
Drittens soll die neue unterirdische Passage zu den Sedelhöfen und in die Bahnhofstraße Tageslicht bekommen."

Das einzige was sich hier ändern soll:
eine Überdachung der ewiglangen und dadurch unübersichtlichen Haltestelle
+ Tageslicht für eine Unterführung

Das sind ja wirklich weltbewegende Änderungen für die Weltstadt!
Ein Jahrhundertprojekt! Ach was sag ich -> ein Jahrtausendprojekt!

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