Stadt Neu-Ulm verleiht Bürgermedaillen und Pflegemedaille

Um ehrenamtliche Arbeit besonders zu würdigen, verleiht die Stadt Neu-Ulm die Bürgermedaillen. Beim Festakt im Edwin-Scharff-Haus standen die Vertreter von Hilfsorganisationen besonders im Fokus.

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Sie löschen Feuer, bergen Verletzte, leisten Erste Hilfe, stehen bei Naturkatastrophen zur Seite, begleiten Veranstaltungen. Sie helfen bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen, betreuen hilfesuchende Menschen und tun noch vieles mehr. OB Gerold Noerenberg dankte den Vertretern von Hilfseinrichtungen ganz besonders. Er hatte sie zum Festakt ins Edwin-Scharff-Haus eingeladen, wo die Bürgermedaillen verliehen wurden.

„Vieles wäre schlichtweg nicht möglich, wenn es keine Ehrenamtlichen gäbe“, sagte Noerenberg. Ehrenamtliches Engagement sei für eine Gesellschaft lebensnotwendig.

Mit der Bürgermedaille zeichnet die Stadt Menschen aus, die sich besonders um das Gemeinwesen verdient gemacht haben. Seit 2010 wird die Ehrenmedaille für Pflege an pflegende Angehörige verliehen.

Hans Gulden
Der Pfuhler hält das Leben in seinem Ortsteil seit 40 Jahren fotografisch fest. So sind der Bildband „Pfuhler Leben“ und die Jahreskalender entstanden. Gulden fertigt CDs für Vereine und Vereinsring. Als Sportschütze im Schützenverein Pfuhl brachte er es auf mehr als 150 Trophäen. Er sei ein Vorbild für die Jugend. Die Stadt ehrt ihn mit der Bürgermedaille in Bronze.

Christine Hauschild
Die Mutter von drei Kindern hat sich Jahrzehnte lang im Gemeindeleben der Petruskirche eingebracht. Als langjähriges Mitglied im Kirchenvorstand ist sie zudem Schriftführerin des Diakonievereinsvorstands der Petruskirche. Im Gottesdienst wirkt sie als Leselektorin. Sie ist ehrenamtlich tätig im Caritas-Altenheim und leitet den Frauenkreis „Montagsfrauen“. Sie wurde mit der Bürgermedaille in Bronze geehrt.

Peter Ipawitz
Er ist seit Jahren als Beauftragter der Herzstiftung in mehreren Landkreisen tätig. So habe er vielen Herzkranken mit Informationen geholfen und ihnen Mut gemacht, zwischen Patienten und Ärzten vermittelt. Ipawitz sei unermüdlich unterwegs, sagte Noerenberg, „Ihnen ist keine Veranstaltung zu viel“. Dafür verlieh die Stadt Neu-Ulm die Bürgermedaille in Bronze.

Hedwig Bitterolf
Sie sei „die personifizierte Nächstenliebe“, sagte der OB. Sie arbeitete in der evangelischen Sozialstation in Ludwigsfeld, hilft seit fast 30 Jahren in der katholischen Kirchengemeinde „Christus unser Friede“, macht mit beim Sozialdienst katholischer Frauen und beim Kinder-Secondhand-Verkauf „Katze“. Auch im Verein JAZZ (Jung und Alt – Zukunft zusammen) ist sie aktiv. Bitterolf wurde mit der Bürgermedaille in Silber geehrt.

Manfred Gombert
Er sei „das Urgestein der Neu-Ulmer Jugendarbeit“. Er führt seit einem halben Jahrhundert die Geschäfte des Kreisjugendrings Neu-Ulm und ist Kreisjugendpfleger. Seine Arbeitsschwerpunkte sind internationale Friedensarbeit, Jugendschutz, Einrichtungen für die Jugend, Stadtranderholung und Jugendbegegnungen mit den Partnerstädten Bois-Colombes, Meiningen und Trissino. Er war zudem Initiator und Koordinator des Deutsch-Ägyptischen Jugendaustausches. Eine Herzensangelegenheit ist Gombert die Tätigkeit für die Lebenshilfe. Er erhielt die Bürgermedaille in Gold.

Viktoria Jakob
Mit der Ehrenmedaille für Pflege wurde Viktoria Jakob ausgezeichnet. Die Mutter von sechs Kindern mit zehn Enkelkindern lebe für die Familie. Nach dem Tod ihres Mannes verließ sie ihr russisches Heimatdorf und fand 1994 Aufnahme in Deutschland. Mit ihr zog der Sohn Michael, der seit seinem ersten Lebensjahr blind und stark gehbehindert ist. Seine Mutter ist zeit seines Lebens für ihn da.

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