St. Hildegard gewinnt Ehrenamtspreis des Landes Baden-Württemberg

Eine Eltern-Schülerinnen-Lehrer-Initiative an der Grundschule St. Hildegard hat den Pausenhof nachhaltig umgebaut - und gehört damit zu den Gewinnern einer bedeutenden Auszeichnung.

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  • Ihr Pausenhof mit Insektenhotel hat der Grundschule St. Hildegard eine große Auszeichnung eingebracht. 1/2
    Ihr Pausenhof mit Insektenhotel hat der Grundschule St. Hildegard eine große Auszeichnung eingebracht. Foto: 
  • Am Rande der Preisübergabe gelang es einigen Schülerinnen auch noch, den Ministerpräsidenten zu interviewen. 2/2
    Am Rande der Preisübergabe gelang es einigen Schülerinnen auch noch, den Ministerpräsidenten zu interviewen. Foto: 
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Wenn man früher aus dem Fenster des Klassenzimmers schaute, sah man: Gestrüpp. Heute fällt der Blick auf einen naturnahen Pausenhof - mit Apfelbaum und Beeten, Sinnespfad und Insektenhotel. Zwei Jahre Arbeit stecken in diesem Projekt. Ein preiswürdiges Unterfangen: Das Pausenhofteam der Grundschule St. Hildegard hat den Ehrenamtswettbewerb "Echt gut" in der Kategorie "Mensch und Umwelt" gewonnen.

Eine kleine Delegation der Schule fuhr am Freitag nach Stuttgart zur Preisverleihung im Neuen Schloss: Schwester Witburga, Rektorin Ulrike Patzner-Duschler, Architekt Bernd Hullak und Elternvertreter Robert Frank. Nach stundenlanger Anspannung stand gegen 20.30 Uhr fest: Die Eltern-Schülerinnen-Lehrerinitiative hat gewonnen. Der Preis wurde von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltminister Frank Untersteller in Form einer kunstvoll bemalten Kachel überreicht. Zuvor durften drei Schülerinnen der Medien-AG den Ministerpräsidenten in seinem neuen Dienstzimmer interviewen.

Mehr als 1100 Initiativen hatten sich mit ihren Projekten beworben oder wurden von anderer Seite vorgeschlagen. Die Jury wählte die Ulmer Elterninitiative unter die letzten fünf in der Kategorie "Mensch und Umwelt". Über den Gewinner entschied eine Internet-Abstimmung. Eltern, Schüler und Lehrer der Mädchenschule versuchten bis zuletzt, mit Karten und Plakaten viele Wähler zu mobilisieren - wie sich zeigen sollte, mit Erfolg.

Schon in das Projekt selbst hatten sie viel Zeit und Mühe gesteckt, nämlich mehr als 700 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Die Eltern der 120 Schülerinnen schufen gemeinsam mit den Kindern den naturnahen Pausenhof. Die Planungen übernahm Bernd Hullak, Architekt und Vater einer Viertklässlerin. Er fungierte zudem als Bauleiter und organisierte einen Gartenbauer, der die schweren Arbeiten - ebenfalls ehrenamtlich - bewerkstelligte.

Der Pausenhof ermöglicht Bewegung, Ruhe und einiges über die Natur zu lernen - das hatten sich die Schülerinnen auch so gewünscht. In Stuttgart gefiel nicht zuletzt die dem Projekt inhärente Nachhaltigkeit: Die Schülerinnen gießen die Beete, sind somit nach wie vor mit der Bewahrung von Natur befasst. Beim Tag der offenen Tür am Freitag, 13. Dezember, kann sich jeder selbst ein Bild von dem Projekt machen. 13 bis 15 Uhr.

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