SSV 1846 treibt Pläne für Neubau der Jahnhalle voran

Der SSV 1846 will mit seinem neuen Geschäftsführer Thomas Hofer den Neubau der Jahnhalle angehen. Auch beim VfB auf dem Eselsberg reifen die Baupläne.

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Hat große Pläne: Der neue SSV-Geschäftsführer Thomas Hofer mit einer Übersicht des Vereinsgeländes in der Oststadt.  Foto: 

Mit neuem Schwung wollen Ulms große Sportvereine aus der Sommerpause kommen. Während der SV Jungingen seine neuen Gebäude schon fast fertig gestellt hat und die Fördergelder für die TSG Söflingen nach längerer „Sportopia“-Debatte vom Rat bewilligt sind, wollen nun die Traditionsvereine SSV 1846 und VfB Schwarz-Rot Ulm Anträge auf Fördergelder stellen.

Seit wenigen Tagen weht beim Traditionsverein SSV ein neuer, professioneller Wind. Thomas Hofer ist neuer Geschäftsführer des mit 9753 Mitgliedern an der Landesspitze rangierenden Vereins. Der 48-Jährige löst Mona Steigauf ab, die nun beim SV Mörfelden in der Nähe von Frankfurt arbeitet. Präsident Willy Götz freut sich über den „Top-Manager“ Hofer, der fest in der Region verwurzelt sei und durch die langjährige Arbeit beim Software-Entwickler Fritz & Macziol über ein „sehr gutes Netzwerk“ in der Region verfüge.

„Gerade für die anstehenden Großprojekte (Sportumkleiden mit SSV 1846 Fußball; Neubau Jahnhalle) ist kaufmännisches Know-how genauso wichtig wie das technische Verständnis für Neubauten und Sanierungen bei der Abstimmung mit Baufirmen oder der Stadt“, so Götz. Hofer bringt nicht nur seine Erfahrung als Finanzchef bei Fritz & Macziol mit, sondern auch Leidenschaft für den Sport.

Hofer will nun seine Erfahrungen mit Netzwerken nutzen, aber dennoch die nächsten Schritte schonend und gemäß dem traditionellen Leitbild des SSV gehen: „Wir müssen den Charme bewahren, aber auch dringend unsere Objekte sanieren.“ Dazu sei der Aufbau von Strukturen eines mittelständischen Unternehmens unerlässlich.

Marode Räume am Eselsberg

Das Neue schaffen, ohne die Tradition zu verlieren – das könnte auch das Leitbild von Bertram Holz sein. Der Vorsitzende des VfB Schwarz-Rot und sein Team haben mit Blick auf desolate Umkleidekabinen und marode Räume im Vereinsheim auf dem Eselsberg große Pläne. Sie wollen neu bauen, ohne das Augenmaß zu verlieren. „Wir brauchen multifunktionale Räume“, wirbt Holz mit Blick auf eine Situation, die in Möblierung und Ambiente an die späten 60er-Jahre erinnert.

Es gebe einen starken Zuzug am Eselsberg, auch durch das neue Wohngebiet Am Weinberg, so sein Vorstandskollege Ulrich Scheitenberger. Aktuell zählt der VfB rund 1900 Mitglieder, rund 3000 sollen es bis zum Jahr 2030 sein. „Dafür müssen wir uns fortentwickeln und zeitgemäß aufstellen“, so Holz. Das bedeute neue Angebote etwa für die Themen „Fit im Alter“ und „50 plus“, aber auch beim Präventivsport.

Der VfB versteht sich als Sportverein und Stadtteilzentrum. So werden derzeit für geflüchtete Frauen Kurse für „Kreatives Outdoor-Yoga“ angeboten. „Wir machen aus der Not eine Tugend“, sagt Holz, schließlich fehlten geeignete Räume für entsprechende Kurse. Deshalb finde der Sport draußen statt. Mittlerweile liegen die Pläne bei der Sportverwaltung, nach dem Sommer soll der Gemeinderat die Mittel für Neubauten am Eselsberg freigeben.

Die werden auch auf dem Gelände der in die Jahre gekommenen Jahnhalle in der Oststadt dringend erwartet. SSV-Präsident Götz weiß: „Dass wir das 10 000. Mitglied begrüßen, ist nur noch Formsache.“ Doch dafür müsse die Attraktivität des Vereins immer wieder „durch vielfältige Maßnahmen“ verbessert und ausgebaut werden.

Thomas Hofer (48) ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in Jungingen. Geboren in Graz, aufgewachsen in Stuttgart, studierte Hofer an der Universität Karlsruhe, die er als Diplom-Wirtschaftsingenieur verließ. Inzwischen wohnt er seit mehr als
20 Jahren in Ulm und prägte 15 Jahre die Entwicklung der Software-Firma Fritz & Macziol, wo er als kaufmännischer Leiter startete und als Finanzvorstand arbeitete. Thomas Hofer ist aktiver Skifahrer und Wanderer, zudem läuft er regelmäßig Halbmarathon und liebt die Alpen. Zuletzt war er im Himalaya-Massiv auf Trekking-Reisen unterwegs.

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