Spontane Spenden nach dem Sport

Walter Feucht ist bekannt für große Worte - und lässt regelmäßig auch Taten folgen. Jetzt wars mal wieder soweit: 15 000 Euro für die Kinderhilfe Organtransplantation - dazu ein Golfturnier mit Promis.

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Geld für schwerkranke Kinder: Bahnrad-Olympiasieger Gregor Braun (v.l.), Heide Fischer (Schwester von Rosi und Evi Mittermaier), Ski-Weltcup-Gewinnerin Evi Mittermaier, Speerwurf-Olympiasieger Klaus Wolfermann, Walter Feucht und Tanja Rumm (Uldo Backmittel), Fußball-Weltmeisterin Silke Rottenberg, Box-Weltmeister Sven Ottke. Foto: Uldo

Eines muss man Walter Feucht lassen: Wenn er etwas anpackt, steckt eine Idee dahinter. Golf und Bäckerei nimmt der Uldo-Chef zum Anlass, um Kundenpflege für sein Backmittel-Unternehmen zu betreiben - und gleichzeitig einer Herzensangelegenheit nachzukommen. Nach einem Jahr Pause hatte er zur elften Folge seines so genannten Uldo-Masters zum Golfclub Ulm in die Wochenau geladen, und es kamen nicht nur Geschäftsleute aus der Bäckerbranche, sondern auch wieder eine Reihe prominenter Sportler, um mit ihrer Präsenz das Projekt Kinderhilfe Organtransplantation (KiO) ideell zu unterstützen. Mit durchschlagendem Erfolg. Am Ende eines gelungenen Tags der Begegnung konnte den KiO-Organisatoren ein Betrag von 15 000 Euro übergeben werden.

KiO-Botschafter Klaus Wolfermann, Speerwurf-Olympiasieger von 1972 und einer der Mitbegründer des 2004 gegründeten Hilfswerks "Sportler für Organspende", zeigte sich hocherfreut über das Ergebnis, das durch eine 12 000-Euro-Subvention aus der Uldo-Kasse sowie spontane Spender zustande gekommen war.

Das Geld wird dringend benötigt für schwer erkrankte Kinder und deren Familien, die vor und nach einer Organtransplantation einfühlsame Betreuung und materielle Hilfe brauchen. Ihre Verbundenheit mit KiO bekundeten auch Rad-Olympiasieger Gregor Braun, der ehemalige Box-Weltmeister Sven Ottke, die frühere Skirennläuferin Evi Mittermeier und Ex-Nationaltorhüterin Silke Rottenberg als Vertreterin der Fußball-Branche.

Ulms bekannteste Fußball-Brüder Uli und Dieter Hoeneß, vor zwei Jahren noch die Stargäste, waren diesmal nicht abkömmlich. Was nichts daran änderte, dass auch übers Golfen hinaus genügend Stoff für legeren Gedankenaustausch vorhanden war. Gastgeber Walter Feucht war derweil darauf bedacht, den Charity-Gedanken in den Vordergrund zu stellen. Und setzte ein Zeichen, das allgemein Beifall fand: keine Preise für die Golfer, stattdessen mehr Geld für KiO. Dazu ein paar Blumensträuße und Lobesworte für wichtige Mitarbeiter, allen voran für Geschäftsführerin Tanja Rumm sowie Julia Bartosch und Robby Kügele. Und natürlich auch Dank für die tatkräftige Unterstützung des Golfclubs mit Manager Holger Meyer an der Spitze.

Die Besten der 91 Turnierteilnehmer freuten sich auch ohne "Zugaben" über bemerkenswerte Leistungen. Besonders strahlte Club-Vizepräsidentin Susanne Rück, die mit 27 Punkten das Damen-Brutto gewann. "Endlich Single", jubelte die Lokalmatadorin, was natürlich nur in golferischer Hinsicht gemeint war, nachdem sie jetzt mit 9,3 ein einstelliges Handicap (vor dem Komma) vorzuweisen hat.

Das Herren-Brutto sicherte sich mit 31 Punkten wieder einmal der einstige Fußball-Profi und Manager Erich Steer, obwohl er wegen einer hartnäckigen Handverletzung zuvor in diesem Jahr noch keinen Golfschläger geschwungen hatte. Ihren Heimvorteil auf dem hervorragend präparierten Platz nutzten auch Bernd Rück (39 netto), Bernd Brüssing (39) und Matthias Bölting (37) sowie in Klasse B Alexander Hirn (40) zu Unterspielungen. Dasselbe Kunststück gelang auch noch Gastspielerin Brida Ulrich vom GTK Neu-Ulm. Der große Rest durfte sich über das olympische Motto freuen: Teilnahme war alles.

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