Spenden mal anders

Nicht Geld spenden für eine gute Sache, sondern zum Beispiel ein schönes Kleid, das nicht mehr passt. Das ist die Idee von Oxfam. Die Hilfsorganisation eröffnet einen Secondhand-Laden und sucht Helfer.

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"Wir machen Überflüssiges flüssig" - das ist der Slogan der Hilfsorganisation Oxfam. Im Ursprungsland Großbritannien kennt fast jedes Schulkind das Prinzip: Man bringt gut erhaltene Sachen, die nicht mehr gebraucht werden, zu Oxfam, wo die Sachen in edlen Secondhand-Läden verkauft werden. Mit dem Erlös finanziert die Organisation ihre Hilfsprojekte.

Nun kommt Oxfam auch nach Ulm: Am Donnerstag, 29. November, wird Oxfam einen Laden in der Pfauengasse 7 eröffnen. "Der Shop in Ulm ist unser 42. in Deutschland", sagt Matthias Scholl, der für die Organisation der Läden verantwortlich ist. "Das Besondere daran ist, dass wir unsere Läden komplett ehrenamtlich führen." Und deshalb werden noch Freiwillige gesucht, die sich engagieren wollen.

Das System hat sich an den anderen 41 Standorten bewährt, erklärt Scholl: Ein Oxfam-Laden läuft mit etwa 40 Leuten. "Jeder hat seine feste Schicht in der Woche, die fünf Stunden dauert, mehr nicht." Entweder von 10 bis 15 Uhr oder von 14 bis 19 Uhr. Die Öffnungszeiten sind unter der Woche von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr. Drei bis fünf Personen werden pro Schicht gebraucht. "Mitmachen kann jeder", versichert Matthias Scholl. "Wir haben ein simples Kassensystem, mit dem jeder zurecht kommt." Und es muss nicht jeder an die Kasse oder in den Verkauf, es sind auch andere Aufgaben "im Hintergrund" zu erledigen: sortieren, auspreisen, kleine Ausbesserungen.

Der Ulmer Laden in der Pfauengasse wird ein reiner "Fashion Shop" laut Oxfam-Terminologie. Das heißt: Es werden nur Kleidungsstücke für Damen und Herren sowie Accessoires, Schmuck und Schuhe angenommen und verkauft. "Wir legen Wert darauf, dass wir hochwertige Ware bekommen", sagt Scholl, "also keinen Ramsch, sondern Sachen, die zu schade sind, um sie in den Container zu werfen, weil sie beispielsweise nicht mehr passen." Angenommen werden auch nur gewaschene oder gereinigte Textilien. Außerdem sichten die Mitarbeiter die Klamotten, die gespendet werden, "um das Niveau zu halten".

Zur Eröffnung bekommt der Ulmer Shop seine Ware von anderen Oxfam-Läden gestellt. Später wird er mit den in Ulm gespendeten Textilien laufen. Mit dem Verkaufserlös werden Hilfsprojekte in Afrika und Südasien finanziert. Oxfam Deutschland e.V. hat das Spendensiegel vom deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI).

Matthias Scholl hofft, dass sich in Ulm nun Freiwillige finden für die Ideen von Oxfam. "Deutschlandweit haben wir inzwischen rund 2500 Ehrenamtliche: vom Studenten bis zum emeritierten Professor, von der Hausfrau bis zum Rentner."

Info Informationsveranstaltungen für Leute, die ehrenamtlich im Ulmer Laden mitarbeiten wollen, macht Oxfam am Dienstag, 9. Oktober, von 13 bis 15 Uhr und von 17 bis 19 Uhr im Hotel Goldenes Rad, Neue Straße 65. Mehr zur Hilfsorganisation unter www.oxfam.de oder bei Matthias Scholl und Stefanie Hildebrandt unter Tel. (069) 70 93 62.

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