Spatzen vermeiden Kampfansage - Holger Betz bleibt die Nummer eins

Drauflegen gegenüber der letzten Saison, aber der Aufstieg ist kein Muss – mit dieser Devise geht der SSV Ulm 1846 Fußball in die Oberliga-Saison. Holger Betz bleibt Torhüter Nummer eins und Kapitän.

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Führungsspieler Bastian Heidecker (Mitte) gehört in der neuen Spielzeit dem Mannschaftsrat des SSV Ulm 1846 Fußball an.  Foto: 
Der Kapitän steht fest, alle Mann sind an Bord. Für den SSV Ulm 1846 Fußball kann die neue Oberliga-Saison beginnen – auch wenn die Spatzen das eine oder andere Handicap mit sich schleppen. Dass die Ulmer es am Samstag (17 Uhr) zum Auftakt beim SV Oberachern und am 15. August gegen den SV Sandhausen II mit zwei euphorischen Aufsteigern zu tun bekommen, ist sicherlich nicht ideal. Gravierender aber ist, dass die in der letzten Saison heimstarken Spatzen ihre ersten vier Heimspiele nicht im gewohnten Donaustadion austragen können. Wegen der Rasensanierung muss der SSV 46 bis Mitte Oktober ins Erbacher Donauwinkelstadion ausweichen. „Es schmerzt uns schon, dass wir zu Beginn keine echten Heimspiele haben“, sagt Anton Gugelfuß.

1000 Zuschauer pro Spiel wünscht sich der für den sportlichen Bereich zuständige SSV-Vorstand für die neue Runde dennoch, eine Zahl, die in der vergangenen Saison nicht ganz erreicht würde. „Es wäre wünschenswert, wenn die Region unsere seriöse Arbeit honorieren würde“, sagt Gugelfuß. Angehoben wurde auch der Vorjahresetat von 670 000 auf knapp 800 000 Euro. „Der Zuwachs geht nicht an das Personal, sondern in erster Linie in die Infrastruktur. Dort haben wir Nachholbedarf“, so Gugelfuß.

Was die Ziele für die neue Runde betrifft, halten sich die SSV-Verantwortlichen zurück. „Das erste Jahr unter der neuen Führung war das Jahr der Rettung, das zweite ist das Jahr der Stabilisierung“, sagt Gugelfuß. Er weiß allerdings auch, dass die Erwartungen im Umfeld nicht zuletzt nach der Verpflichtung von Ex-Profi Alper Bagceci gestiegen sind. „Die Mannschaft ist in der Defensive und im Mittelfeld qualitativ besser als in der vorigen Saison. Vorne fehlt uns aber die Durchschlagskraft. Ein schneller Offensivmann täte uns gut, aber derzeit sehe ich keine Möglichkeit“, bekennt Gugelfuß. Auch verbal gibt er sich, wie auch Trainer Stephan Baierl, eher defensiv. Das Wort Aufstieg nehmen beide nicht in den Mund. „Gegenüber der letzten Saison wollen wir was drauflegen“, lautet stattdessen die Lesart. Die Saison 2014/15 beendete Ulm mit 56 Punkten als Fünfter. Zu den Aufsteigern SV Spielberg (76) und Bahlinger SC (75) fehlten doch etliche Zähler.

In dieser Runde schätzen die Spatzen-Verantwortlichen Absteiger FC Nöttingen, den SGV Freiberg, den FV Ravensburg, die TSG Balingen und den SSV Reutlingen als stärkste Rivalen ein. Baierl hat zudem Aufsteiger 1. CfR Pforzheim auf der Rechnung, dem er eine ähnliche Rolle zutraut wie im Vorjahr Überraschungsmeister SV Spielberg. „Diese Teams werden sich wie wir im oberen Tabellendrittel tummeln“, prophezeit Gugelfuß. Zudem haben die Spatzen den WFV-Pokal auf ihrer Agenda. „Der Ravensburger Sieg gegen Drittligist VfR Aalen zeigt, dass hier alles möglich ist. Man kann einen zwei Klassen höher spielenden Gegner schlagen, man kann auch gegen einen zwei Klassen tiefer spielenden Landesligisten ausscheiden“, so Baierl.

Am Donnerstagabend stellte der SSV-Trainer die letzten personellen Weichen. Als Torhüter für die Hinrunde bekam Holger Betz den Zuschlag. „Auf ihn kann ich mich immer hundertprozentig verlassen, gegen Marian Fedor sprach die unklare Verletzungssituation“, argumentierte der Coach. Für den Mannschaftsrat bestimmte er neben dem alten und neuen Kapitän Betz noch Florian Krebs, Alper Bagceci, Bastian Heidecker und David Braig: „Sie alle sind Führungsspieler, die mein Vertrauen haben. Dazu kommt als Vertreter für die Jüngeren Olcay Kücük, der eine gute Perspektive hat“ .

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