Spatenstich für Kinderkrippe am Bundeswehrkrankenhaus Ulm

90 Monate kämpfte die Bundeswehrklinik Ulm um den Neubau einer Kindertagesstätte. Am Mittwoch erfolgte der Spatenstich. Es ist ein Beitrag, der den Dienst in der Truppe für junge Leute attraktiver machen soll.

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Die Kleinen aus dem Uni-Kindergarten zelebrierten vor der Kulisse der Bundeswehrklinik einen besonderen Spatenstich für eine Kindertagesstätte.  Foto: 

Noch vor zehn Jahren wäre das undenkbar gewesen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendey (CDU). Die Bundeswehr baut unmittelbar neben ihrer Klinik auf dem Oberen Eselsberg eine Kindertagesstätte. 2015 soll die Einrichtung in Betrieb gehen, 50 Plätze für Kinder werden ausgebaut: 30 für die Kleinen im Alter zwischen 6 Monaten und 3 Jahren, 20 für Drei- bis Sechsjährige. Gestern schwangen Ehrengäste Schaufeln und setzten symbolisch den Spatenstich.

Das Ulmer Projekt ist nicht das einzige seiner Art: Auch beim Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz und einer Sanitätseinrichtung in München entstehen Kinderbetreuungseinrichtungen, berichtete Kossendey. Es ist ein Beitrag, der die Vereinbarkeit von Familie und Dienst voranbringen soll. Vor allem in einer Klinik, in der rund um die Uhr Dienst notwendig ist, ist es für junge Familien, in der beide Elternteile berufstätig sind, schwierig, den Alltag zu bewältigen. Deshalb wird in der neuen Einrichtung von Montag bis Freitag jeweils von 6 bis 21 Uhr Kinderbetreuung angeboten, sagte der Chefarzt der Ulmer Bundeswehrklinik, Armin Kalinowski. Diese Öffnungszeiten gelten auch in den Ferien. Weil dies eines der Vorzeigeprojekte der Bundeswehr ist, reiste auch Sabine Bastek aus Berlin an, die seit Januar auf der neu geschaffenen Stelle einer Beauftragten für die Vereinbarkeit von Familie und Dienst in der Bundeswehr arbeitet. Die neue Kindertagesstätte wird die Attraktivität des Arbeitgebers Bundeswehr in Ulm deutlich steigern, sagte Kalinowski, sowohl für Zivilangestellte als auch für Bundeswehrangehörige.

Das Rollenverständnis habe sich geändert, Frau und Mann strebten heute gleichermaßen eine Berufskarriere an, und die Bundeswehr müsse darauf reagieren, um die jungen Menschen, die sie haben will, für den Freiwilligendienst zu begeistern, sagte Kossendey. Die Einrichtung der Kindertagesstätte dürfe nur der erste Schritt sein. Das Verständnis von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse gelebt werden. Das sei eine Herausforderung für alle Vorgesetzten. Nur so werde die Bundeswehr im Wettbewerb mit der Wirtschaft um die besten Köpfe bestehen können.

Kommentar Bundeswehrklinik: Eine Reform von innen heraus

Das neue Gebäude
 

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Kommentare

05.09.2013 06:54 Uhr

Kinderkrippe

Na Gott sei Dank haben die da oben es endlich gerafft, ich habe das schon vor zehn Jahren gesagt, dass so was benötigt wird und zwar an jedem Standort wo die Bundeswehr stationiert ist. Das könnte man mit dem Erziehungsgeld finanzieren.

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