Sparkasse Neu-Ulm vertragstreu

Die Sparkasse Neu-Ulm baut nicht nur selber ihr Brückenhaus an der Donau, sondern finanziert auch viele Häuslebauer im Landkreis. Das Kreditinstitut betont seine ethische Ausrichtung und Vertragstreue.

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Dr. Armin Brugger: Sparkassen stehen für Verlässlichkeit. Foto: Sparkasse NU

Verlässlichkeit gehört zum Kern der Marke Sparkasse. "Wir sind vertragstreu in jeder Hinsicht", betonte gestern bei der Bilanzvorlage der Vorstandschef der Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen, Dr. Armin Brugger. Zum Abbau von Scala bei der benachbarten Sparkasse Ulm, die wegen der hochverzinsten Sparverträge sogar ihre Risikotragfähigkeit gefährdet sieht, wollte er sich jedoch nicht äußern: "Wir haben solche Produkte nicht."

Brugger legte aber Wert darauf, dass die Sparkasse am rechten Donauufer ihre Bank-Risiken sehr genau beachtet - "und zwar alle". Die Steuerung des Sparkassen-Kapitals durch sein Team sei zuletzt als vorbildlich eingestuft worden. Die Sparkasse konnte in diesem Kontext zuletzt ihre Geschäfte zur Absicherung von Zinsrisiken zurückführen und ein höheres Ergebnis erzielen.

Der Vorstand, dem auch Dr. Thomas Goldschmidt und Günther Dietrich angehören, stellt freilich die Rentabilität nicht in den Vordergrund. Man sei für die Kreditversorgung des Mittelstands und regionalen Arbeitsplätze verantwortlich.

Mit ihrem stets untermauerten Fokus auf Nachhaltigkeit sieht sich die Sparkasse in Neu-Ulm auf dem richtigen Kurs. Auf einem ihrer wichtigsten Tätigkeitsfelder, den Wohnbaudarlehen, gab es 2013 einen Zuwachs um rund sechs Prozent auf 610 Millionen Euro. Goldschmidt sagte, man habe "erhebliche Marktanteile gewonnen", auch weil Kreditzusagen in maximal fünf Arbeitstagen erfolgen. Bei gewerblichen Kunden gibt es noch offene Linien über 145 Millionen Euro. Die Kreditversorgung sei also gewährleistet.

Zu Nachhaltigkeit rechnet die Sparkasse ethisch sauberes Verhalten. Mit Blick auf Vorgänge bei der Sparkasse Miesbach, wo runde Geburtstage in der Chefetage des Landratsamts laut Berichten mit mehreren zehntausend Euro gesponsert wurden, sagte Brugger: "Es ist bodenlos, was da passiert ist." Solche Vorgänge seien im Umfeld der Sparkasse Neu-Ulm undenkbar. Die Mitglieder des Verwaltungsrats wie Bürgermeister und auch Landrat Erich-Josef Geßner seien völlig "integer".

Brugger gab auch eine Übersicht über die Bauarbeiten am spektakulären Brückenhaus der Sparkasse, die wegen des milden Winters zügig vorangehen. Die Sparkasse will das 30-Millionen-Euro-Projekt bereits im Sommer 2015 eröffnen. Die exklusiven Wohnungen sind etwa zur Hälfte verkauft. Bei den gewerblichen Flächen stehe man in Verhandlungen mit namhaften Interessenten. Die Sparkasse selber bringt im südlichen Teil des Gebäudes die Schalterhalle und Beratungsbüros unter, im nördlichen - also zur Donau gelegenen - den Sparkassen-Saal und Konferenzräume. Weil die Wohnungen und Gewerberäume im Brückenhaus verkauft und nicht vermietet werden, gibt es später eine Eigentümergemeinschaft.

Ende April wird die Zugangsstraße an der Insel verlegt, weil darunter ein Verbindungsstück für die Tiefgarage gebaut werden muss.

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