Spannung zum Schulstart: 123 neue Lehrer in Region

123 neue Lehrer hat die Region. Am Freitag wurden sie vereidigt. Ingesamt sind genug Pädagogen da, der Pflichtunterricht ist gesichert und auch für den Ergänzungsbereich bleibt Luft, verspricht das Schulamt.

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Am Freitag in Ulm: 123 neue Lehrer werden vereidigt. Foto: Lars Schwerdtfeger

Auf Schultüten hatte Schulamtsleiter Wolfgang Mäder verzichtet, aber wenigstens sauren Sprudel und Schokolade gabs für die neuen Lehrer, letzteres von der Gewerkschaft. 98 Frauen und 25 Männer treten am Montag ihren Dienst an, dazu kommen noch die Gymnasiallehrer, für die das Schulamt nicht zuständig ist.

Nicht jeder, der am Freitag die Hand zum Schwur hob, ist freiwillig in die Region gekommen. Aber immerhin 46 haben sich ganz konkret auf eine Stelle beworben, welche eine Schule direkt ausgeschrieben hat. Dazu zählen fünf Gymnasial- und sechs Realschullehrer, die an Gemeinschaftsschulen unterrichten werden, ebenso wie acht Grund- und Hauptschulleiter, die an Sonderschulen eingesetzt werden.

Am Rande der Vereidigung fand man sich in Grüppchen zusammen, man kennt sich vom Studium, von Seminaren. Der eine freut sich, dass er keine einzige Stunde Nachmittagsunterricht hat, der andere klagt sich über einen katastrophal ausgestatteten Technikraum.

Eine "spannende Zeit" verspricht Mäder den jungen Kollegen. Tatsächlich treten sie ihren Job in einer Zeit des Umbruchs an. In Erbach, Staig und Dietenheim, an der Spitalhof- und Albrecht-Berblinger-Schule in Ulm starten je zwei fünfte Klassen ins Abenteuer Gemeinschaftsschule. Allein Lonsee-Amstetten erreicht die geforderte Zweizügigkeit mit 25 Kindern noch nicht. Jetzt liegt es an den Schulen, die Eltern vom Konzept zu überzeugen. Wie das gelingt, hat Schemmerhofen vorgemacht: 99 Kinder wurden dort im zweiten Jahr angemeldet, nachdem es zur Premiere 43 gewesen waren.

Jeder Mathelehrer hätte seine Freude an dem Berg von Zahlen und Statistiken, die es zu Schuljahresbeginn gibt. Von der Tendenz her sind sie längst bekannt: Immer weniger Kinder werden eingeschult, auch die Klassen werden kleiner. 19,4 Kinder tummeln sich in einer Grundschulklasse. Im Durchschnitt versteht sich.

20,1 sind es in der Haupt- und Werkreakschule. Dass die Schulart weiter gegen schwindende Zahlen kämpft, ist ebenfalls kein Geheimnis. Nur noch weniger als 15 Prozent aller betroffenen Eltern aus dem Alb-Donau-Kreis schicken ihre Kinder dorthin. In Ulm ist der Rückgang noch dramatischer: 21 Neulinge an der Stifter-, 17 an der Sägefeld- und gerade mal 12 an der Mörike-Schule sind angemeldet.

Mit den nackten Zahlen ist man an den neuen Gemeinschaftsschulen zufrieden. Allerdings hätte man sich eine andere Verteilung gewünscht: Nur die wenigsten Kinder mit einer Realschul- oder gar einer Gymnasial-Empfehlung werden die neue Schulart besuchen. Das optimale Gemeinschaftsschul-Klientel, das hat die Realschule: Etwa der Hälfte wurde von den Lehrern zu dieser Schulart geraten, je ein Viertel hätte es auch am Gymnasium versuchen können oder hat eine Werkrealschul-Empfehlung.

Es wird also spannend. Auch für 21 künftige Schulleiter: So viele Führungspositionen werden nämlich voraussichtlich bis zum August 2014 neu besetzt werden.

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Kommentare

07.09.2013 12:44 Uhr

Aufschlüsseln!

Wie viele Lehrer an welche Schulart? Bitte aufschlüsseln!

Übrigens wären die Zahlen für die Gymnasien auch wichtig. DA hat ja fast kein Lehrer mehr eine Chance.

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