Software: Ulmer Lösung für Stuttgart

Stuttgart gehört zu den Vorreitern unter Deutschlands Kommunen, wenn es um das Thema E-Government geht. Innovationen holt sich die Stadt jetzt auch aus Ulm.

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Das Service Center Neue Mitte von Stadt und SWU liefert die Blaupause für Stuttgart.  Foto: 

Stuttgart gehört zu den Vorreitern unter Deutschlands Kommunen, wenn es um das Thema E-Government geht. Darunter versteht man die vereinfachte Verständigung zwischen Behörden und Bürgern mit Hilfe digitaler Kommunikationstechniken, vor allem über das Internet. So wurde die Stuttgart-App der Landeshauptstadt schon auf der weltgrößten Messe für Kommunikationstechnik Cebit 2013 als beste kommunale Anwendung ausgezeichnet. Doch das reicht der Großstadt nicht.

Daher holt sie sich ihre Innovationen in Sachen Informationstechnik auch aus der Provinz. Eine neuartige Software der Ulmer Firma Wilken wirkt über die Stadtgrenzen hinaus. Das "Smart Service Center" ist in Ulm bereits im Einsatz, und zwar im Vorzeigeprojekt Servicenter Neue Mitte.

Nun ist die Software wichtiger Baustein für das neue Konzept des E-Governments in der Landeshauptstadt. Die Stadt Ulm und die SWU nutzen das Programm bereits seit einigen Jahren im Service Center in der Neuen Mitte, denn es ermöglicht webbasiertes Besucher- und Terminmanagement. In Stuttgart hat man jedoch anscheinend größere Pläne mit der Anwendung.

Im größten Bürgerbüro Stuttgart-Mitte ist sie bereits in Betrieb, alle weiteren 21 Bürgerbüros der Landeshauptstadt werden in den nächsten Monaten folgen. Danach könnten auch andere Behörden - wie das Ausländer- oder Gesundheitsamt - angeschlossen werden, berichtet der Software-Hersteller Wilken. In einer Pressemitteilung schätzt Johann Herberg, verantwortlicher Projektleiter für E-Government in Stuttgart, das gesamte Vorhaben wie folgt ein: "Die Einführung des Smart Service Centers in Stuttgart ist ein Großprojekt".

Der weitere Werdegang der Software von der Neuen Mitte in Ulm aus begann allerdings schon vor dem Einzug in Stuttgarts Behördensysteme. Auch die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung Bayern in München nutzt das Wilken-Programm bereits für ihre Zwecke.

Der Erfolg hat einen Grund: Im besten Falle gibt es sowohl für Behörden als auch Bürger einen positiven Effekt.Kunden müssen beispielsweise nicht mehr lange telefonieren, sondern können im Internet nach freien Terminen suchen und sehen gleichzeitig, welche Unterlagen sie mitbringen müssen. Zudem werden Service-Mitarbeiter, wenn sie wollen, über die gebuchten Termine benachrichtigt. Das Programm spart somit Zeit und Kosten - und das ist ja auch der Sinn des E-Governments.

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