Bau des so genannten Südstadtbogens begonnen

Die Realgrund hat mit dem Bau des so genannten Südstadtbogens in Neu-Ulm begonnen.

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  • Nach den Plänen des Architekturbüros Mühlich, Fink & Partner baut die Realgrund den Südstadtbogen. Am markantesten ist der Büroturm mit 13 Geschossen. Außerdem entstehen 450 Mietwohnungen. 1/2
    Nach den Plänen des Architekturbüros Mühlich, Fink & Partner baut die Realgrund den Südstadtbogen. Am markantesten ist der Büroturm mit 13 Geschossen. Außerdem entstehen 450 Mietwohnungen. Foto: 
  • Hoch mit dem Sand – der Show wegen. Beim Spatenstich von links Stadtbaudirektor Markus Krämer, Realgrund-Vorstand Christian Holz, Architekt Hans-Georg Ziegler, Realgrund-Vorstand Walter Hopp, Architekt Peter Fink und OB Gerold Noerenberg. 2/2
    Hoch mit dem Sand – der Show wegen. Beim Spatenstich von links Stadtbaudirektor Markus Krämer, Realgrund-Vorstand Christian Holz, Architekt Hans-Georg Ziegler, Realgrund-Vorstand Walter Hopp, Architekt Peter Fink und OB Gerold Noerenberg. Foto: 
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Es ist – wieder einmal – ein gewaltiges Bauvorhaben in der Neu-Ulmer Innenstadt. Die Ulmer Realgrund baut auf dem fast 17 000 Quadratmeter großen Gelände südwestlich der Memminger- beziehungsweise der Hermann-Köhl-Straße den so genannten Südstadtbogen – und das mit einem 13-geschossigen und mit 50 Meter Höhe sehr markanten Büroturm, dazu an der Bahnlinie 15 kammartig angeordnete, vier- bis achtgeschossige Wohnblöcke mit  450 Mietwohnungen. Für das 140 Millionen Euro teure Vorhaben wurde gestern der erste Spatenstich gefeiert.

Bedrohlich wirkender Büroturm

Die Pläne dazu hat das Ulmer Architekturbüro Mühlich, Fink & Partner geliefert. Im Neu-Ulmer Stadtrat und bei den Bürgern, die die Stadt vorab informiert hatte, waren sie nie unumstritten und wurden durchaus kontrovers diskutiert: Die einen störten sich am zu wuchtigen, bedrohlich wirkenden Büroturm, die anderen an der riegelartigen Architektur der Wohnblocks. Ein Stadtrat verglich diese Baukörper sogar mit den sehr viel größeren Prora-Bauten des unvollendet gebliebenen Kraft-durch-Freude-Seebads der Nazis auf Rügen. Davon war gestern nicht die Rede. Ganz im Gegenteil: Es wurde gefeiert – und das mit lobpreisenden Worten.

Für Architekt Peter Fink waren die kontroversen Diskussionen nicht überraschend. „Das gehört zu so einem Vorhaben“, sagte er gestern. OB Gerold Noerenberg und Realgrund-Vorstand Walter Hopp spielten sich die Bälle gegenseitig zu und lobten in höchsten Tönen das einvernehmliche Miteinander. Um Probleme zu lösen, habe man nur zweimal gemeinsam Kaffee getrunken. Ansonsten habe man viele Stunden um die beste Lösung gerungen. Und die liegt für den OB jetzt vor, wird nun umgesetzt.

Gerade wurde begonnen, die Tiefgarage auszubaggern. Dort wird es insgesamt 860 Stellplätze geben. Einen Teil der Kosten, rund zwölf Millionen Euro für 390 Parkplätze im dritten Untergeschoss, hat die Stadt Neu-Ulm übernommen als Ersatz für das geschlossene Parkhaus in der Bahnhofstraße. Auch das war im Stadtrat von einem Teil der Räte heftig kritisiert worden. Von Herbst 2018 an, so Hopp, werde man mit dem Hochbau starten. Der wiege 170.000 Tonnen, „so viel wie 3500 Pottwale“.

Neu-Ulm wachse und erfinde sich gerade neu, sagte OB Noerenberg in seiner Ansprache. „Wir sind in einer neuen Liga angekommen.“ Für ihn habe der Südstadtbogen die Architektur einer jungen, modernen Stadt. Das sei auch die Bedingung für die Zustimmung der Stadt gewesen. Zu Hopp habe er stets gesagt: „Wenn wir hier was bauen, will ich nicht in 20 oder 30 Jahren ein Problemviertel haben.“

Während man die Büroflächen im Turm kaufen oder mieten kann, ist an einen Verkauf der 450 Wohnungen, darunter 90 altersgerechte Seniorenwohnungen, nicht gedacht. Eigentümer der Wohnungen sind institutionelle Anleger, welche die Wohnungen langfristig im eigenen Bestand halten und bewirtschaften. Hierzu zählen Pensionskassen, Versorgungswerke und Versicherungsgesellschaften. Die Vermietung der Neubauwohnungen wird durch die Realgrund erfolgen. In den Erdgeschossen werden Einzelhandels- und Gastronomieflächen angeboten.

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Kommentare

11.11.2017 19:48 Uhr

Antwort auf „Verdichtung von Bau und Verkehr”

Wo wollen sie an dieser Stelle Straßen ausbauen, also verbreitern oder Umfahrungen bauen?

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11.11.2017 15:03 Uhr

Verdichtung von Bau und Verkehr

Man schafft neue Orte, deren Erreichung neuen Verkehr bedingen wird.
Ich sehe nicht, wo die Straßen parallel zur Verdichtung ausgebaut werden.
Der Ulmer Dauerstau wird also auch bald Neu-Ulm erreichen.

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