Soziales Miteinander am Eselsberg – Sanierung in der Friedrichsau

Bei den Ulmer Sportvereinen gibt es einen Sanierungsstau. Vier Beispiele für den Millionenbedarf von Vereinen.

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    Sanierungsbedürftig: Vereinsheim des VfB am Eselsberg. Foto: 
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    Fall für den Bagger? Die alte Jahnhalle. Foto: 
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Während der Orange Campus als Neubau auf der grünen Wiese geplant ist, wollen viele Ulmer Sportvereine ihren Bestand sanieren. In den vergangenen Jahren ist bei Vereinsheimen, Sporthallen und Umkleiden ein Sanierungsstau entstanden, den die Stadt Ulm mit ihren neuen Sportförderrichtlinien nun abarbeiten will.

VfB Ulm

Der VfB Ulm, Traditionsverein auf dem Eselsberg seit 1949, zählt derzeit knapp 1900 Mitglieder. Was bedeutet, dass jeder zehnte Bewohner des boomenden Quartiers die schwarz-roten Farben trägt. Bis 2020, so die Prognosen der Stadtplaner, könnte der Eselsberg die Weststadt als bisher größten Stadtteil überflügeln und mit bis zu 25.000 Bewohnern Ulms meistbesiedeltes Quartier werden. Der VfB-Vorsitzende Bertram Holz rechnet in den kommenden fünf Jahren mit 3000 Neu-Mitgliedern für die 14 Sportarten von Fußball und Rugby über Tennis und Showtanz bis zu trendigen Abteilungen wie Baseball, Lacrosse und Ultimate Frisbee. Gemeinsam mit der Stadt arbeitet der VfB an einem Modernisierungsprogramm, besonders für die Geschäftsstelle, deren Räumlichkeiten im Untergeschoss stark an die fünfziger Jahre erinnern.

SSV 1864

 Der SSV 1846 ist mit 9753  Mitgliedern der drittgrößte Sportverein des Landes. Die Fußballsparte wurde 2009 ausgegliedert und tritt als eigenständiger Verein SSV Ulm 1846 Fußball auf. Der Stammverein deckt in 19 Abteilungen mit 22.Sportarten die Palette des Breitensports ab – von Tennis über Tanzen und Triathlon bis Bahnengolf. 90 000 Quadratmeter ist das Vereinsgelände in der Friedrichsau groß, das im städtischen Besitz befindliche Donaustadion nicht mitgerechnet. SSV-Präsident Willy Götz will die maroden Sportumkleiden durch ein neues Umkleide- und Funktionsgebäude ersetzen, das gemeinsam mit den Fußballern entstehen soll. Bruttokosten: Drei Millionen Euro, davon 2,2 Millionen Euro aus Zuschüssen von Stadt und Landes. Mittelfristig geht es um einen Neubau der arg in die Jahre gekommenden Jahnhalle und die weitere Entwicklung der Oststadt als Wohnquartier in Richtung Messegelände.

 SSV 1846 Fußball

Aktuell steht die erste Mannschaft des SSV Ulm 1846 Fußball nur auf Platz 18 der Regionalliga. Aber der Blick der Verantwortlichen geht dennoch nach vorne. Thomas Oelmayer, der mit seinen Vorstandskollegen Anton Gugelfuß und Roland Häußler die Geschickte des Viertligaclubs mit aktuell mehr als 900 Mitgliedern führt, will mit dem so genannten „Garagenausbau“ wird die Situation für die Jugendmannschaften neben dem Hans-Lorenser-Zentrum aufwerten. Dank eines „sechsstelligen Spendenaufkommens“, so Oelmayer, könne der SSV Ulm 1846 Fußball den Jugendfußball als Aushängeschild attraktiver machen. Eine andere Frage sei der Umbau des Stadions. Da die Stadt Eigentümer des auf Belange der Leichtathletik gebauten Donaustadions ist, ist die Erneuerung kommunale Aufgabe. So sind die Toilettenanlagen „kein Aushängeschild“, so Oelmayer. Auf rund 30 Millionen Euro sind die Kosten geschätzt. „Aber vor Mitte des nächsten Jahrzehnts sei das kein Thema“.

TSG Söflingen

„Sportopia“ heißt das 8,7-MillionenProjekt der TSG Söflingen, das ausführlich von der Stadtpolitik diskutiert und beschlossen sowie in der SÜDWEST PRESSE vorgestellt wurde. Die TSG muss 2,2 Millionen Eigenmittel aufbringen, die Stadt gibt 3 Millionen Euro Regelzuschuss, der Sportbund 375.000 Euro. Die TSG hat 19 Sportarten (Rhythmische Sportgymnastik mit  Leistungszentrum) im Programm und hat 6400 Mitglieder, darunter 2000 Kinder und Jugendliche.

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