Sieben Büros sollen Entwürfe für Millionen-Projekt einreichen

Der Termin für den Spatenstich steht schon. Am 1. Februar 2017 soll mit dem Neubau neben dem Landratsamt in Ulm begonnen werden. Zur Vorbereitung nimmt ein Beratungsgremium die Arbeit auf.

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Das blau verglaste Sparkassengebäude, dass bald einem Neubau weichen muss.  Foto: 
Mit voraussichtlich 20,2 Millionen Euro – einschließlich Grunderwerb – ist das neue Verwaltungsgebäude an der Hauffstraße das größte Einzelprojekt des Alb-Donau-Kreises seit vielen Jahren. In dem neben dem Landratsamt geplanten Neubau sollen die sozialen Dienste in Ulm konzentriert werden. Unter anderem werden dort die etwa 180 Mitarbeiter, die bislang in angemieteten Räumen an der Wilhelmstraße arbeiten, neue Büros bekommen.

Termine

Nach dem für 2016 geplanten Abriss des blau verglasten Sparkassen-Gebäudes soll am 1. Februar 2017 mit dem Neubau begonnen werden. Diesen Termin nannte Heiner Scheffold, stellvertretender Landrat und Dezernent für Kreisentwicklung, während der Haushaltsberatungen im Verwaltungsausschuss des Kreistags.

Am 3. Februar 2016 trifft sich zum ersten Mal ein Beratungsgremium. Dessen Aufgabe besteht darin, den Kreistag bei der Auswahl des zu realisierenden Architektenentwurfs zu unterstützen. Dem Gremium werden zwei Kreisräte der CDU-Fraktion und je einer von Freien Wählern, SPD und Grünen angehören. Die Kreisverwaltung wird durch Landrat Heinz Seiffert und Heiner Scheffold vertreten. Für die Stadt Ulm gehören Baubürgermeister Tim von Winning und Stadtplaner Volker Jescheck dem Beraterkreis an. Komplettiert wird die Runde durch Eva-Britta Wind, im Landratsamt Leiterin des Fachdienstes Bauen, Brand- und Katastrophenschutz, und ihren Vorgänger Rudi Nehrlich.

Am 7. März 2016 soll der Planungsauftrag erteilt werden. Sieben Architekturbüros sind aufgefordert, bis dahin Entwürfe einzureichen. Darunter befindet sich das Münchner Büro Auer und Weber, nach dessen Plänen das 1986 fertiggestellte Landratsamt an der Schillerstraße gebaut wurde. Welches die anderen sechs Büros sind, teilt die Kreisverwaltung nicht mit.

Im Sommer 2018 soll der Neubau, der durch einen Steg mit dem Altbau verbunden wird, bezugsfertig sein.

Noch offen Kann auf dem Dach des siebenstöckigen neuen Verwaltungsgebäudes mit 3200 Quadratmetern Nutzfläche eine Photovoltaikanlage montiert werden? Diese Frage richtet die Kreistagsfraktion der Grünen an die Kreisverwaltung. Die so gewonnene elektrische Energie könne zur Versorgung des Gebäudes selbst und für Strom-Tankstellen genutzt werden. Die Fraktion schlägt vor, am Landratsamts zwei öffentlich zugängliche Steckdosen für Elektro-Autos und fünf für Elektro-Fahrräder zu installieren. Unterstützung kommt von den Freien Wählern. In deren Antrag heißt es: „Durch die Kfz-Zulassung am Landratsamt besteht eine hohe Fahrzeugfrequenz. Daher könnte eine Tankstelle besonders gut angenommen werden.“

Stellenzuwachs

Aufbau Die Verwaltung des Alb-Donau-Kreises verfügte Mitte des Jahres über 681 Planstellen, davon waren 606 besetzt. Im nächsten Jahr steigt die Zahl der Planstellen im Landratsamt auf 714,5. Allein 22,5 Stellen werden in Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern geschaffen. Im Laufe dieses Jahres hat die Kreisverwaltung 90 Stellenausschreibungen veröffentlicht.

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