Setra-Produktion in Neu-Ulm auf einem Tiefpunkt

Die Bussparte von Daimler kämpft mit rückläufigen Umsätzen im ersten Halbjahr. Der Absatz von Setra-Reisebussen ist in diesem Umfeld ebenfalls zurückgegangen und bleibt nach den Worten von Produktionschef Wolfgang Hänle "sehr schwierig".

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Setra in Neu-Ulm.  Foto: 

Hänle schreibt in einer Mitteilung:"Entsprechend haben wir in unserem Neu-Ulmer Buswerk ein Zehnjahres-Tief im Produktionsprogramm."

Er verweist dabei auf das im Mai vereinbarte Standortsicherungsprogramm mit dem Verzicht auf Kündigungen bis zum Jahr 2018. Allerdings gehen in Neu-Ulm im Zuge des Sparprogramms "Globe 13" fast 400 von 3800 Stellen verloren. Die Produktion des Mercedes-Travego geht in die Türkei. Zu Hoch-Zeiten waren in Neu-Ulm noch 3000 Setra- und Mercedes-Busse jährlich vom Band gelaufen.

Daimler betont, der Konzern werde weiter alle Setra-Busse in Neu-Ulm produzieren. So läuft dort auch die neue Setra-Baureihe 500 mit den Bussen der Comfort-Class an, die bei der IAA Nutzfahrzeuge präsentiert werden sollen. Hänle weiter: "Es ist klar: Zukünftige Neuanläufe der Marke Setra verbleiben ebenfalls im Werk in Neu-Ulm. So soll auch der Setra-Überlandbus bis mindestens ins Jahr 2015 ausschließlich in Neu-Ulm produziert werden."

Daimler-Buschef Hartmut Schick beklagte unterdessen das schwache europäische Busgeschäft im zweiten Quartal. Das Geschäft mit Komplettbussen bewege sich weiter auf dem bereits extrem niedrigen Vorjahresniveau.

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Kommentare

26.07.2012 11:14 Uhr

Ergänzung

Wenn Daimler endlich Elektrobusse anbieten würde, die Chinesen zeigen ja, dass dies technisch möglich ist, könnten die Stadtwerke auf Elektrobusse setzen. Die teure,unvariable und Landschaftsverschandelnde Straßenbahn wäre dann überflüssig.

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26.07.2012 11:01 Uhr

Lokalpolitik setzt auf Straßenbahn

Die Lokalpolitik setzt ja auch lieber auf die Straßenbahn,anstatt die Bushersteller zu unterstützen.

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26.07.2012 08:20 Uhr

Warum fahren in

Europa immer mehr Hyundai Busse? Jetzt fahren sogar elektrisch angetriebene Busse aus China, wo doch Daimler immer verkündet, der Wasserstoffantrieb sei die Zukunft, das mit elektro und Akku funktioniert in der Praxis nicht. Aha, na den.

Dann soll Daimler weiterhin dem Wasserstoffantrieb huldigen, in der Pkw als auch in der Bussparte. Wir kaufen uns derweil günstige Elektrofahrzeuge "made in Asia".

Wenn dann noch die inoffiziellen Stützen für Daimler wegfallen, also Schluss mit Dienstwagen der Oberklasse und die Bundesministerien kaufen in Zukunft ihre Lkw bei Renault und Hyundai, dann gute Nacht Daimler.

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