Sedelhöfe: City-Handel ohne Häme

Der Handel in der Bahnhofstraße bedauert die Unsicherheit bei Sedelhöfe-Investor MAB. Die Forderung nach dem neuen City-Eingang bleibt.

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Die mögliche Absage des vor dem Aus stehenden Sedelhöfe-Investors MAB verunsichert auch die Initiative, die sich gegen die bevorzugte Erschließung des Quartiers gegenüber vom Hauptbahnhof wendet und eine Benachteiligung des angestammten Handels in der Bahnhofstraße befürchtet (wir berichteten). Christoph Holbein von Sport Sohn sagte, die Sedelhöfe seien eigentlich "eine gute Geschichte". Nur der Eingang von Westen in die Ulmer City sei nicht gut gemacht, untermauerte er seine Kritik.

Holbein informierte gestern vor Ort mit IHK, Ulmer City Marketing und seiner Kollegin Ute Dieterich von P & C über den aus seiner Sicht misslungenen Übergang vom Bahnhof in die Innenstadt. Dabei machte er kein Geheimnis daraus, dass die Gruppe, der auch Werdich, Reischmann und die Galeria Kaufhof angehören, MAB als ein "Auslaufmodell" betrachtet, nachdem die niederländische Rabo-Gruppe den Projektentwickler liquidieren will.

Holbein hat Bedenken, dass daraufhin der Trend bei den Sedelhöfen "von der Nachhaltigkeit zur Kurzfristigkeit" geht. MAB habe stets den städtebaulichen Schwerpunkt betont und ein langfristiges Interesse an dem Projekt in Ulm signalisiert. Nun sei jedoch fraglich, ob ein möglicherweise nachfolgender Investor nicht eher rein kommerzielle Interessen verfolgt.

Holbein machte keinen Hehl daraus, dass der Handel MAB stets mit einer gewissen Skepsis betrachtet hat und daher wegen der Verschiebung der Sedelhöfe zuletzt einen sechsmonatigen Aufschub beim Abriss der Sedelhof-Tiefgarage forderte - jedoch vergeblich. In der Initiative stellt man sich auch die Frage, inwieweit die Stadt Ulm eventuell unter Druck geraten könnte, falls sie einen anderen Käufer für das Areal finden muss. Die Grundstückskosten sind vorfinanziert, der Abriss läuft weiter, und auch für McDonalds muss mit Millionenaufwand übergangsweise ein Container-Standort aufgebaut werden.

Die Initiative bleibt ansonsten bei ihrer Forderung, einen gleichberechtigten Zugang zu Sedelhöfen und Bahnhofstraße zu schaffen - oberirdisch und per Rolltreppe. Es gibt drei Modelle (Bericht folgt).

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