Schwierige Geburt am Salzstadel

Silvia Beranek kam vor 60 Jahren in dem Haus zur Welt, in dem nun das Museum der Brotkultur ist.

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    Silvia Beranek vor dem Eingang des Brot­museums. Foto: 
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    Auf Silvia Beraneks Impfurkunde ist die Adresse Salzstadelgasse 10 angegeben. Foto: 
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„Hier bin ich geboren, hier lebte meine Familie“, erzählt Silvia Beranek. Zu ihrem 60. Geburtstag besuchte sie ihren Geburtsort. Das ist der Salzstadel an der Salzstadelgasse 10, wo seit 1991 das Museum der Brotkultur beheimatet ist. Silvia Beranek wurde in diesem Haus geboren.

Ihre Eltern, Großeltern und eine Tante wohnten hier. „Es war eine schwierige Hausgeburt, denn ich befand mich in einer Steißlage. Aber es ging gut, wie man sieht.“ Beranek lebte nur ein Jahr in diesem Haus. Ihre Eltern bezogen eine eigene Wohnung. Erinnerungen hat Beranek trotzdem, denn ihre Großmutter blieb noch eine Weile in dem historischen Gebäude wohnen. „Gleich am Eingang war ein tolles Treppengeländer, da sind meine Cousine und ich immer heruntergerutscht, wenn wir die Oma besuchten“, schwärmt Beranek von ihren Kindheitstagen.

Heute lebt sie in Staig und besucht ab und zu mal das Museum der Brotkultur. Das Renaissancegebäude wurde 1592/93 errichtet und diente als reichsstädtisches Salz- und Getreidemagazin, war also quasi ein Kauf- und Handelshaus. Im 19. Jahrhundert wurde der Salzstadel militärisch genutzt, das Erdgeschoss diente als Remise für Pferdewagen und als Pferdestall. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Erdgeschoss als Lagerraum genutzt. In den oberen Etagen wohnten Menschen in der „schlechten Zeit“, als viele Ulmer ausgebombt waren und Wohnraum ein knappes Gut war.

Die Umgebung änderte sich in der zweiten Hälfte der 70er Jahre grundlegend. Etliche Häuser an der Salzstadelgasse mussten weichen, sogar der „standhafte Zinnsoldat“. So nannten die Ulmer das Haus Nummer 14, die ehemalige Modewerkstätte Birkenmeier. Dieses Haus trotzte dem geplanten Abriss am Längsten. Aber es verlor den Kampf und musste weichen. Denn hier wurde die Salzstadel-Tiefgarage gebaut. Der Salzstadel selbst, das monumentale Gebäude, wurde in den 80er Jahren komplett saniert und beheimatet seit 1991 das Museum der Brotkultur.

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