Schwalrock mit musikalischen Leckerbissen

Bereits das dritte Jahr in Folge wurde auf dem Schwal der musikalische Startschuss fürs lange Schwörwochenende gefeiert.

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Die idyllisch gelegene Halbinsel an der Neu-Ulmer Donauseite, die schon läger für feucht-fröhlichen Ausschank in der Schwörzeit genutzt wird, ist mit ihrer natürlichen geografischen Ausdehnung zugleich Herausforderung als auch Obergrenze für die Veranstalter des "Umsonst & Draußen"- Festivals. Einerseits muss sich so ein Fest unterm Strich schon rentieren, andererseits würde ein über die Maßen großer Publikumszuspruch im wahrsten Sinne des Wortes den Rahmen sprengen und das Ende des Festes. Aber noch hält sich diese Gefahr in Grenzen.

Der Auftritt der Weißenhorner Newcomer Pump Gas, die sich mit ihrem Punk'n' Roll sicherlich auch an Social Distortion orientieren, fand gewissermaßen im familiären Rahmen statt. Um 16 Uhr verirrte sich kaum einer in den Park. Mit den "international" besetzten Kleensmann, deren Mitglieder aus Geislingen, Göppingen, Aalen, Berlin und Australien stammen, gab es sommerlich-luftigen Deutschrock und einen geringfügigen Anstieg des Zuschaueraufkommens. Ihre melancholische Ballade "Regen in der Stadt" ging unter die Haut, war jedoch kein schlechtes Omen.

Dafür brachen die aus Bamberg stammenden SoulJam mit ihrem lebendigen Konzept "Rap meets Rock" wie ein Sturm über die Insel herein und sorgten endlich für etwas mehr Stimmung. Zu einem erdig rockenden Fundament aus Bass, Schlagzeug und E-Gitarre gab der chilenische Frontmann George 33 seinen entspannt-tiefsinnigen Sprechgesang zum Besten, wahlweise auf Deutsch oder Spanisch, teilweise gar freestyle-mäßig aus dem Stehgreif. Und ein ruhiger Titel wie "Urlaub" hätte das Zeug zum kleinen Sommerhit.

Ibrahim Lässing hat einen sehr amerikanisch anmutenden Bubbelgum-Sound, doch verfasst er seine spaßigen Texte auf Deutsch und hat schon mit Udo Lindenberg die Bühne geteilt. Im Endspurt schafften es dann die Lokalmatadore Banana Republic mit kraftvollem Alternative Rock und viel gutem Zureden, den Platz vor der Bühne wenigstens etwas zu beleben, so dass Dr. Blues ihre kurze Zeitreise durch alte wie moderne Bluesklassiker in Konzertatmosphäre unternehmen konnten. Obwohl der Schwalrock wieder echte musikalische Leckerbissen am Start hatte, konnte man doch den Eindruck gewinnen, die Würstchen vom Grill seien schmackhafter gewesen.

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