Schwalbennester in der Kapellengasse zerstört

In der Kapellengasse 31 wurden ungefragt Brutplätze von Mehlschwalben entfernt. Die Behörde ermittelt.

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„Die ersten Schwalben wollen brüten und können nicht, weil eine Plane davor ist und ihre Nester abgeschlagen wurden; wer so was macht, gehört bestraft.“ Nachbar Richard Gründler ist entsetzt. Er kann beobachten, wie irritiert die Mehlschwalben sind, seit in der Kapellengasse 31 die Nester abgeschlagen und eine Plane davorgehängt wurde, weil die Abrissarbeiten des Hauses bereits begonnen haben. Dort hatten zuletzt bis zu 14 Mehlschwalbenpaare gebrütet.

Zu dem Vorgang sagt Kathrin Haas von der Unteren Naturschutzbehörde: „Solche Nester sind auch geschützt, wenn sie gerade nicht zur Brut genutzt werden, da die standorttreuen Tiere ja wiederkommen.“ Deshalb sei eine Entfernung, Zerstörung oder Beeinträchtigung auf jeden Fall verboten. Macht man es doch, ist es eine Ordnungswidrigkeit. Im Fall Kapellengasse 31 sei die Behörde nicht unterrichtet worden und konnte so auch keine Befreiung „zur legalen Entfernung von Nestern“ erteilen, sagt Haas. Denn diese sei möglich, wenn die Sanierung im Herbst stattfindet und die Ersatznester bis Ende des Winters angebracht sind.

Haas will jetzt mit dem Hausbesitzer reden, wer die Nester abgeschlagen hat und dann wohl ein Bußgeld verlangen. Nichtsdestotrotz wird die Expertin dem Bauherren helfen, nach geeigneten Ersatzstandorten für künstliche Nisthilfen zu suchen, „die dann auch funktionieren“.

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