Schulleiterwechsel an den Berufsschulen in Neu-Ulm/Illertissen

Die Staatlichen Berufsschulen Neu-Ulm und Illertissen haben einen neuen Schulleiter. Auf Oberstudiendirektor Josef Petz folgt Oberstudiendirektor Klaus Hlawatsch. Wichtig für beide: Bildungsarbeit.

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Zum Abschied gab es dann noch den Oscar für den scheidenden Schulleiter Josef Petz. Jedenfalls sei ihm der "Max Award", den der Förderkreis Berufliche Bildung gemeinsam mit dem Landkreis Neu-Ulm jährlich auch für vorbildliches Engagement verleiht, mindestens genauso viel Wert, sagte er.

Seit 2009 leitete Petz die beiden Berufsschulen in Neu-Ulm und Illertissen, "und dass ich zurückgekehrt bin, war ein großer Glücksfall", sagt er. Denn er kennt die Schulen gut. Über 20 Jahre lang hat der gebürtige Illerkirchberger dort als Lehrer unterrichtet. Dann wollte er sich verändern und ging 2004 als stellvertretender Schulleiter an die Berufsschule in Memmingen - und kehrte schließlich 2009 als Schulleiter an seine alte Wirkungsstätte zurück.

"Der Geist, der an einer Schule herrscht, muss ein freier sein", sagte Petz, und das bedeute eben auch, Talente entfalten zu können, Kompromisse zu finden und Türen öffnen zu können. Dieser Weg müsse immer wieder überprüft werden. So hat er sich besonders dafür eingesetzt, die beiden Berufsschulen in der Region zu verankern, mit Schulprojekten wie "Schule ohne Rassismus" stark zu machen und die innere Schul- und Qualitätsentwicklung voranzutreiben. Auch die Aufnahme von jungen Menschen mit Behinderung in Regelklassen der Berufsschulen ist seinem Engagement zu verdanken.

Seit dem ersten August ist Petz nun im Ruhestand, der eigentlich schon für Februar vorgesehen war. Aber er verlängerte freiwillig um ein halbes Jahr, um einen Wechsel während des laufenden Schuljahres zu vermeiden und es seinem Nachfolger dadurch einfacher zu machen.

"Als neuer Schulleiter ist es wichtig, seine neue Umgebung erst mal zu erfassen, und die Menschen und Strukturen kennenzulernen", sagt Klaus Hlawatsch, sein Nachfolger. "Ich bin schon mittendrin angekommen." Auch er hatte wie Petz vor seiner Neu-Ulmer und Illertisser Laufbahn eine Schule im Allgäu zu leiten. Nach einer Schreinerlehre und einem anschließenden Lehramtsstudium leitete er neun Jahre lang die Staatliche Berufsfachschule in Kaufbeuren-Neugablonz und anschließend von 2005 bis 2015 die Staatliche Berufsschule III Kempten/ Allgäu. Aber auch er wollte sich verändern, und vor allem wollte er wieder näher bei seiner Frau sein, die die Berufliche Oberschule Fos- Bos in Neu-Ulm leitet.

Auch ihm ist das Qualitätsmanagement ein Anliegen. "Wir sind Impulsgeber, Ratgeber, Mahner und auch Techniker; wir haben als Schulleiter so viele Aufgaben um bestmögliche Chancen für die jungen Leute zu schaffen", sagt Hlawatsch. Denn alles sei möglich, wenn man nur eine Berufsausbildung hat. Besonders in der aktuellen Flüchtlingssituation hätten Berufsschulen Verantwortung zu übernehmen. Zu den zwei Neu-Ulmern und der einen Illertisser Klasse für minderjährige Asylbewerber, will Hlawatsch 2016 weitere Klassen eröffnen.

"Auch wenn die beiden Schulleiter anscheinend im Mittelpunkt stehen", sagte Hlawatsch beim Festakt zur Amtsübergabe, "so geht es im Kern aber ganz eindeutig um unsere gemeinsame Bildungsarbeit hier im Landkreis Neu-Ulm."

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