Schüler an Friedrich-List-Schule: Notfall-Szenario geübt

Schüler übten am ersten Tag nach den Ferien ein Notfall-Szenario. Schon am zweiten Tag mussten sie sich danach verhalten.

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    Unter vollem Schutz: Die Spezialeinheiten hatten auch schweres Gerät dabei, um notfalls Türen aufzurammen. Foto: 
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Am ersten Schultag nach den Sommerferien haben alle Schüler der List-Schule (wie auch der meisten anderen Ulmer Schulen) turnusmäßig ein Notfall-Szenario durchgespielt. „Aber nur theoretisch“, wie eine Zehntklässlerin berichtet. „Unser Lehrer hat uns gesagt, wie wir uns in Gefahrensituationen zu verhalten haben und dann hinzugefügt, dass ja eh nichts passieren wird.“ Dass es dann gleich am zweiten Schultag so dicke kommen werde, habe natürlich keiner geahnt.

Mancher Beobachter fragte sich, ob sich am Dienstag vielleicht doch ein Schüler einen bösen Scherz erlaubt und den Alarm mutwillig ausgelöst hat. Polizeisprecher Rudi Baur sah dafür keine  konkreten Anhaltspunkte, wollte es aber auch nicht ausschließen. „Heutzutage ist technisch alles möglich.“

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„Wir waren mucksmäuschenstill“ Auch wenn alles diszipliniert ablief: Für Schüler wie Lehrer ist eine Alarmsituation mit anschließender Verbarrikadierung psychisch extrem belastend – und muss aufgearbeitet werden. Hier geht’s zum Text.Der Amok-Fehlalarm im Ticker Was sich am Dienstag an der Friedrich-List-Schule im Einzelnen abgespielt hat: Hier geht’s zum Text.

Sollte es sich um einen Streich gehandelt haben und der Täter enttarnt werden, kämen auf ihn horrende Kosten zu. Der Polizeieinsatz würde ihm „voll umfänglich“ in Rechnung gestellt, so der Polizeisprecher. Pro Stunde und eingesetztem Polizisten werden 53 Euro fällig, macht bei 200 Polizisten und drei Stunden Einsatzdauer mehr als 30.000 Euro. Hinzu kommen noch die Aufwendungen für den Hubschrauber, Fahrzeuge und Material, die ebenfalls in die Zehntausende gehen.

Die Einsatzkräfte zeigten sich am Dienstag bestens vorbereitet: Denn Polizei und Feuerwehr haben in Ulm nicht nur Baupläne der einzelnen Schulen vorliegen, sondern auch Bilder und Filme aus den Innenräumen. Diese zeigen: Wo ist welches Zimmer, welche Gänge führen wohin – diese Informationen sind vor allem bei großen Zentren mit verschiedenen Gebäuden immens wichtig, damit die Helfer sich schnell zurechtfinden.


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