Schüler des Kepler-Gymnasiums gestalten Innenwand der Firma Wilken

Schüler der 9. Klasse des Kepler-Gymnasiums in Ulm gestalten die Wand im künftigen Rechenzentrum der Softwarefirma Wilken mit Ulmer Architekturmotiven. Dass es dazu kommt, liegt an einer alten Freundschaft.

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In einem engen Gang im Soutterrain des Neubaus der Softwarefirma Wilken im Ulmer Norden herrscht am Montag Gedränge. Etwa 40 Schüler des Kepler-Gymnasiums kleben Pappschablonen an die Flurwand des künftigen Rechenzentrums. Die Schablonen zeigen bekannte Ulmer Gebäude: das Münster, die Synagoge, das Maritim. Seit 9 Uhr sind die Schüler beschäftigt, jetzt, gegen 14.30 Uhr schütteln sie Sprühdosen, um die Wände zu besprühen.

Wie kommt es zu dieser außergewöhnlichen Aktion? "Folkert Wilken hat mich auf einem Geburtstag angesprochen", sagt Lehrerin Julika Rinke. Der Firmenchef ist ein alter Klassenkamerad. Auf der Feier habe er wissen wollen, ob sie einen Graffiti-Künstler kenne, der den drei Millionen teuren Neubau verschönern könne. "Da habe ich geantwortet, 'Ich kenne 40'", sagt Rinke. Wilken willigte ein.

Die Schüler sollten bekannte Gebäude der Stadt wählen. Sakia Gabsi etwa hat sich für die Synagoge entschieden. "Ich dachte, alle machen das Münster, deshalb habe ich die Synagoge genommen", sagt sie. "Ich finde sie schön."

Tatsächlich gibt es Dopplungen, "aber das fällt gar nicht auf" findet Rinke, die die Graffiti auch benotet.

Der Softwarehersteller Wilken entwickelt unter anderem Abrechnungssysteme für Energieunternehmen und beschäftigt inzwischen 463 Mitarbeiter, darunter 350 in Ulm. Es gibt weitere Standorte in Greven, München und Sierksdorf bei Kiel.

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