Schöne Stimmen, berührende Klänge

Vier Chöre der Ulmer Spatzen erfreuten im Scharff-Haus mit einem stimmprächtigen Repertoire. Dazu Gruppenchoreografien als Clou.

|

Ein wahres Spatzen-Fest, dieses Jahreskonzert. Durchweg bild- und stimmschön. 100 Konzertminuten vergingen wie im Flug. Am Ende standen alle. Jung und Alt schmetterten aus vollen Kehlen, was Hans de Gilde mit pädagogischem Geschick dreistimmig einstudiert hatte. Besucher und vier Spatzen-Chor-Formationen verschmolzen beim südafrikanischen "Hambani Kahle - Gehn wir in Frieden" zum Riesenchor. Ein großartiges Finale. "Toll", meinte eine Zuhörerin, "was die Spatzen drauf haben." Stimmt, das Niveau war hoch. Dank de Gildes klarem und motivierendem Dirigat, bei dem Barbara Comes am Flügel eine mitgestaltende Stütze war, brachten die etwa 180 Spatzen das Scharff-Haus zum Klingen und in einigen choreografierten Hinguckern zum Swingen.

Mit Herzblut und hübsch kostümiert führte der Vorchor Uli Führes "Heinzelmännchen"-Singspiel halbszenisch auf. Mit Feuereifer besangen die hellen Stimmen, wie Handwerker zu Köln sich faul aufs Ohr legten und fleißige Heinzelmännchen es richteten. Der Kinderchor beeindruckte danach klangschön im Brückenschlag von Purcells Barock-Motette bis zum aerobic-artig umgesetzten Diana-Ross-Hit "Aint no mountain high enough".

Nach dem berührenden russischen Wiegenlied "Bayushki bayu" der "Jugend-musiziert"-Preisträger Henri Gallbronner und Sebastian de Gilde glänzten die 16 "Les Passerelles" - alles ehemalige Spatzen im Twenalter - unter Ralf Löwe mit ausgefeilter A-cappella-Kultur.

Den Erfolg der USA-Reise des Jugendchors während der Pfingstferien veranschaulichten eine Dia-Schau und Highlights aus dem Tournee-Repertoire. Neben Traditionsliedgut geriet die von Ballettdirektor Roberto Scafati choreografierte "Little Jazz Mass", einem Geniestreich des Engländers Bob Chilcott, zusammen mit der Jazz-Combo aus Piano, Bass (Matthias Fröschle) und Schlagzeug (Immanuel de Gilde) zum Hör- und Seherlebnis: Groove im Kyrie, Swing im Gloria und Soft-Blues im Agnus. Als sich das etwa 60-köpfige Aufgebot im Saal um das Publikum für die moderne Motette "Ubi caritas" des Isländers Hreidar Ingi Thorsteinsson um das Publikum postierte, entstand ein überwältigender Surround-Sound: lupenreiner A-cappella-Schönklang voller Magie.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Suizid bei Aichelberg nach Straftat im Kreis Ludwigsburg

Ein kreisender Hubschrauber hat am Mittwochabend im oberen Filstal für Aufsehen gesorgt. Hintergrund ist ein Suizid, dem eine Straftat im Kreis Ludwigsburg vorausgegangen war. weiter lesen