Schnuppern im Hotel

Wenn man vor der beeindruckenden Glasfront des größten Hotels in Ulm steht, stellt man sich zuerst die Frage, von wem und vor allem wie oft die Fenster geputzt werden.

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Leona Miller bei ihrem Praktikum im Maritim.  Foto: 

Um diese Frage ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen: Die Firma Özyön putzt zweimal im Jahr die rund 2800 Fenster am Maritim. Das dauert dann schon mal ein paar Tage bis hin zu einer Woche.

Als Praktikantin bei der SÜDWEST PRESSE besuche ich - Leona Miller, die ihr einwöchiges Betriebspraktikum im Maritim Hotel Ulm verbringt. In der Lobby werde ich von der Personalsachbearbeiterin Tamara Keim begrüßt, die selbst aus Ulm stammt und ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im Maritim abgeschlossen hat. Sie war schon als Schülerin in der Gastronomie tätig und hat sich früh für die Hotelbranche interessiert.

Tamara Keim führt mich in eins der beiden Restaurants. Dort beantwortet sie mir bereitwillig all meine Fragen. Sie erklärt, dass man im Maritim eine Ausbildung zur Hotelfachkraft, zur Servicekraft oder zum Koch machen kann, die jeweils drei Jahre dauert und je nach Schulabschluss verkürzt werden kann. Wer dort eine Ausbildung machen möchte, sollte gute Mathe- und Englischkenntnisse besitzen. "Gerade die Englischkenntnisse sind in unserem Haus sehr wichtig und werden jeden Tag beim Umgang mit den Gästen gebraucht", betont sie. Von Vorteil sei es, wenn man schon während der Schulzeit Erfahrungen im Servicebereich gesammelt hat. Das Maritim nimmt gerne Praktikanten auf, um jungen Leuten einen Einblick in ein dort mögliches Berufsfeld zu verschaffen.

Sie dürfen sich wie Leona in verschiedenen Bereichen ausprobieren. Die 15-Jährige besucht die 9. Klasse des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums in Weißenhorn und hat sich für ihr Betriebspraktikum bei dem "Gläsernen Hotel" beworben, da sie sich für alle Bereiche des Hotelbetriebs interessiert und gerne Kontakt zu Menschen hat, weswegen eine Freundin der Familie ihr dieses Hotel vorschlug.

Die ersten Tage verbrachte sie im Bereich des Housekeepings, wobei sie mit den Zimmermädchen Zimmer putzte, kleine Geschenke, sogenannte VIPs, verteilte und den Zimmercheck durchführte. Die Schülerin war auch schon im Restaurant tätig und polierte dort unter anderem Gläser, deckte die Tische ein, faltete Servietten und bediente die Gäste.

"In der Schule sitzt man die ganze Zeit und ist froh, wenn man mal steht. Hier steht man pausenlos, das ist ganz schön anstrengend", meint die 15-Jährige. Ihre Arbeitszeiten richten sich danach, wie viele Aufgaben zu erledigen sind. Normalerweise gibt es einen Dienstplan, an den sich jeder hält.

"Als volljährige Praktikantin bekommt man schon auch mal eine Spätschicht zugeteilt, da in unserem Hotel 24 Stunden am Tag ein Angestellter anwesend ist", sagt Tamara Keim. Bei den Gästen handelt es sich hauptsächlich um Geschäftsleute, die auf Grund von Tagungen oder Kongressen in Ulm sind. Viele kommen aus dem Ausland.

Zu den Gästen zählen aber auch immer wieder mal Prominente. Zum Beispiel waren bei der Charity Night von Radio7, Sonja Zietlow, Sunrise Avenue, Rea Garvey, Glasperlenspiel oder auch der Komedian Michael Mittermeier. Lena Koppelhuber, 9,

Gymnasium Weißenhorn

Schnuppern nicht nur im Hotel

Das Maritim Das Unternehmen wurde 1969 gegründet und ist heute eine der bekanntesten Hotelketten Deutschlands. Es gibt auch Hotels in Ägypten, China oder in der Türkei.

In Ulm wurde das Hotel 1993 als Teil eines Familienunternehmens eröffnet. Das Hotel hat 287 Zimmern. 140 Angestellte sind dort beschäftigt, einschließlich 30 Auszubildender.

Berufspraktikum An Gymnasien machen die Jugendlichen meist in der 9. oder in der 10. Klasse ein Schnupper-Praktikum, das in der Regel eine Woche dauert.

 

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