Schneller zum Personalausweis und Reisepass

Schneller Bürgerservice in Neu-Ulm: Mithilfe eines Speed Capture-Terminals können biometrische Daten erfasst, geprüft und zur Verwendung, beispielsweise zur Ausstellung von Personalausweisen, weitergeleitet werden.

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Einen weiteren Baustein in Sachen Bürgerservice meldet die Stadt Neu-Ulm: Speed Capture im Bürgerbüro. Was zunächst wie ein Videospiel klingt, ist demnach ein ziemlich praktisches Vorgehen: Mithilfe eines sogenannten Speed Capture-Terminals können biometrische Daten erfasst, geprüft und zur Verwendung, beispielsweise zur Ausstellung von Personalausweisen, weitergeleitet werden. Im Bürgerbüro können dann die für die Beantragung von Personalausweisen und Reisepässen benötigten biometrischen Daten wie das Passbild, die Fingerabdrücke und die Unterschrift an dem Speed Capture-Terminal noch vor der Antragsstellung erfasst werden.

Der Automat führt bereits während der Erfassung eine Qualitätskontrolle durch und übermittelt das festgestellte Ergebnis elektronisch. Während der Antragstellung kann der jeweilige Sachbearbeiter die biometrischen Daten dann abrufen und verwenden. Hierdurch werde die Antragstellung erheblich beschleunigt und so auch die Bedienzeiten für den Bürger wesentlich verkürzt, teilt die Stadtverwaltung mit.

Seit der Einführung von Speed Capture in Neu-Ulm im April wurden laut Stadtverwaltung 381 Datensätze durch die Bürger selbst erhoben – und dies mit positiver Rückmeldung. Sowohl bei den Bürgern, als auch bei den Mitarbeitern des Bürgerbüros finde das Verfahren Zustimmung: Wartezeiten werden verkürzt und die Qualität der erfassten biometrischen Daten sowie deren Übernahme ins Fachverfahren ermöglichen eine schnellere Bearbeitung der Anträge.

Neu-Ulm gehöre bayernweit zu den Vorreitern, was den Einsatz von Speed Capture-Terminals anbelangt. Derzeit findet das Terminal erst in insgesamt sieben Städten und Gemeinden Anwendung. Hierzu gehören neben Neu-Ulm auch Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Erlangen, Geretsried und Altdorf.

Die Anschaffungskosten für das Terminal belaufen sich auf rund 22 000 Euro. Pro Einsatz, bei dem die erstellten biometrischen Daten auch tatsächlich durch einen Sachbearbeiter des Bürgerbüros abgerufen und verwendet werden, wird eine Gebühr von 6 Euro fällig.

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