Schmetterlingspfad an der Wilhelmsburg zugesagt - Stadt Ulm zahlt

Die Stadt Ulm und die BUND-Gruppe Ulm-Mitte planen gemeinsam einen Schmetterlingspfad an der Wilhelmsburg - mit Infotafeln und einem Quiz. Finanziert wird der Pfad über das Glacisparkkonzept.

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Das Männchen des Gemeinen Bläulings zeigt mehr Blau am Körper, wohingegen das Weibchen unauffälliger braun ist mit variablem Blauanteil. Foto: Manfred Grohe

Den Zwergbläuling als Rarität sowie die üblichen Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Kohlweißling hat Henrike Hampe von der BUND-Gruppe Ulm-Mitte schon alle an der Wilhelmsburg gesehen. Denn dort gebe es etliche verschiedene Lebensräume (Biotope) für die jeweiligen Schmetterlingsarten. Der Zwergbläuling kommt deshalb vor, weil an der Wilhelmsburg seine Wirtspflanze, der Hornklee, wächst.

Henrike Hampe hat es sich zum Hobby gemacht, Schmetterlinge zu bestimmen und beteiligt sich gemeinsam mit anderen BUND-Mitgliedern seit Jahren am deutschlandweiten Tagfalter-Monitoring.

Und weil die Spaziergehmöglichkeiten rund um die Wilhelmsburg dank des Festungs- und des neuen Höhenwegs so ideal sind, hatten die BUNDler die Idee, gemeinsam mit der Stadt Ulm dort einen Schmetterlingspfad einzurichten.

Das Konzept: Westlich der Wilhelmsburg sollen Schmetterlingsbiotope an sieben bis acht Stationen wie der Trommelwiese durch Tafeln kenntlich gemacht werden. Östlich der Burg wird ein Schmetterlingsquiz für Familien angeboten: Rund um eine blühende Wiese werden auf 15 kleinen Tafeln Fragen gestellt und auf der jeweils nächsten Tafel stehen die Antworten.

Henrike Hampe hat erfahren, dass Bürgermeister Alexander Wetzig dieser Tage grünes Licht gegeben hat für den Schmetterlingspfad. Dieser könnte nächstes Jahr im Frühsommer eröffnet werden.

Ein Designbüro habe bereits Gestaltungsvorschläge für die Tafeln und die Übersichtskarte gemacht, sagt Christian Giers, der Leiter der Grünflächenabteilung. "Das wird eine informative Angelegenheit da oben." Da der Schmetterlingspfad integriert wird ins bereits bestehende Glacisparkkonzept der Stadt Ulm, sei auch bereits die Finanzierung gesichert. Wie hoch die Kosten werden, könne man aber noch nicht genau sagen. Auf jeden Fall: Wetzig finde die Idee gut, sagt der Grünflächenchef.

Dann wird sich der Baubürgermeister allerdings mit den Schrebergärtnern unweit der Wilhelmsburg versöhnen müssen, deren Hütten er kürzlich bei der Erstbegehung des Höhenwegs scharf kritisiert hat. Denn rund um die zum Teil kunterbunt angebauten Hütten sind wiederum die Gemüsebeete wichtig für gewisse Schmetterlingsarten. Im Grün der Möhren oder im Dill legt der seltene Schwalbenschwanz seine Eier einzeln ab.

Mehr über die heimischen Schmetterlingsarten erfährt man auf der Schmetterlingsausstellung, die morgen in der Stadtbibliothek eröffnet wird (siehe Infokasten).

Ausstellung in Bibliothek
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Kommentare

22.05.2013 11:21 Uhr

"Baubürgermeister mit Schrebergärtnern versöhnen müssen"?

"Dann wird sich der Baubürgermeister allerdings mit den Schrebergärtnern unweit der Wilhelmsburg versöhnen müssen, deren Hütten er kürzlich bei der Erstbegehung des Höhenwegs scharf kritisiert hat."

Liebe Frau Strüwe,
wie ist Ihr Satz zu verstehen? Gibt es dazu von der SWP mehr Informationen?

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22.05.2013 00:26 Uhr

Ist das der Ausgleich...

...für die Naturzerstörung am Safranberg?

Großzügig!

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